1.800 Menschen demonstrieren in Potsdam gegen die AfD
Rund 1.800 Menschen haben in Potsdam gegen Rechtsextremismus und für die Prüfung eines AfD-Verbots demonstriert. Begleitet von den Bläsern des KAMA Orchestra zog die Menge einmal um den Landtag. Bei der anschließenden Kundgebung kamen unter anderem Vertreterinnen von Omas gegen Rechts Cottbus und Teachers for Future zu Wort.
Die Potsdamer Demonstration war Teil eines bundesweiten Aktionstags der Bürgerbewegung PRÜF. Nach Angaben der Initiative beteiligten sich allein in 15 Landeshauptstädten rund 90.000 Menschen. Bundesweit demonstrierten in mehr als 20 Städten rund 130.000 Menschen gegen die AfD und für den Schutz der Demokratie! PRÜF hatte nach dem starken Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu den Protesten aufgerufen. Die Demonstrationen sollten zugleich ein Zeichen der Solidarität mit der demokratischen Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt setzen.
Auch in Magdeburg gehen die Proteste weiter. Seit März 2026 demonstrieren dort regelmäßig Menschen gegen den Rechtsruck. Eine PRÜF-Aktivistin aus Sachsen-Anhalt beschreibt die Stimmung als Mischung aus Erschöpfung, Angst, Wut und Hoffnung: „Wir hören jetzt nicht auf.“ Die Aktivistin fordert bundesweite Solidarität und mehr politische Verantwortung.
PRÜF fordert seit November 2025 eine verfassungsrechtliche Prüfung der AfD durch das Bundesverfassungsgericht. Für die aktive Bürgerbewegung ist das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ein weiterer Beleg dafür, dass eine solche Prüfung notwendig sei. Auch in der Politik wird inzwischen intensiver über ein mögliches Verbotsverfahren diskutiert.






