108 Obdachlose wurden im Winter 2025/2026 an fünf Standorten in Potsdam aufgenommen
Die Landeshauptstadt hat zum Abschluss der Winternothilfe 2025/26 Bilanz gezogen. Im Zeitraum vom 1. November 2025 bis 31. März 2026 wurden insgesamt 108 obdachlose Personen in 68 zusätzlich angemieteten Bettenplätzen an fünf Standorten untergebracht. Ergänzend standen weitere Angebote wie das Obdachlosenwohnheim sowie das Angebot „Junge Wilde“ der AWO als Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung.
Nach Angaben der Stadt kam im Winter 2025/26 niemand durch Kälte zu Schaden. Die zuständige Beigeordnete Brigitte Meier betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Hilfeangebote und dankte den beteiligten Akteuren, darunter Straßensozialarbeit, Ordnungsamt, AWO-Angebote, die Suppenküche der Volkssolidarität sowie die Sozialarbeit im Bereich Soziale Wohnhilfen.
Eingeschränkt wird das positive Fazit durch einen Brand eines Obdachlosenlagers in der Waldstadt am 7. März dieses Jahres, bei dem es nach Angaben der Stadt fast zu Personenschäden gekommen wäre.
Unabhängig von der Winternothilfe weist die Stadt darauf hin, dass weiterhin Unterstützungsangebote für obdachlose Menschen bestehen und diese durch Fachstellen sowie freie Träger aktiv angesprochen werden, um Hilfe und Unterbringungsmöglichkeiten anzubieten. Dazu ergänzt Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit: „Wir sagen ganz klar, niemand muss auf der Straße leben. Dennoch lassen wir Menschen, die auf der Straße leben und unsere vielfältigen Hilfen und Angebote nicht annehmen wollen, nicht alleine.“ Bürger können per Mail an unterbringung@rathaus.potsdam.de. Hinweise zu obdachlosen Personen an die zuständige Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung weitergeben.




