3,1 Millionen für Treffpunkt „Knotenpunkt Poststraße“
Luckenwalde erhält für die Sanierung und Weiterentwicklung des Bildungsstandorts „Knotenpunkt Poststraße“ rund 3,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung unterstützt das Vorhaben in der Förderperiode 2021 bis 2027. Insgesamt sind für das Projekt rund 5,2 Millionen Euro vorgesehen.
Ort für Bildung und Begegnung
Mit dem Projekt „Zukunftspfade 360Grad – Revitalisierung Knotenpunkt Poststraße“ soll das Areal der ehemaligen Postschule zu einem Ort für Bildung, Betreuung, Begegnung und Beratung entwickelt werden. Der Standort ist historisch seit langem eng mit Bildungseinrichtungen verbunden, deren Entwicklung und Nutzung weiterhin ablesbar ist und für viele Bewohner der Stadt Luckenwalde einen identitätsstiftenden Charakter hat. Heute sind dort mehrere soziale und pädagogische Einrichtungen angesiedelt, die künftig stärker verzahnt werden sollen.
Infrastrukturminister Robert Crumbach betonte bei dem Vor-Ort-Termin am 28. Juli die Bedeutung des Projekts für die Stadtentwicklung. „Luckenwalde ist lebenswert und zukunftsfähig. Die Innenstadt strahlt in neuem Glanz – frisch renoviert und voller Leben. Als Mittelzentrum im weiteren Metropolenraum gehört Luckenwalde zu den Städten mit einer schnellen und leistungsfähigen ÖPNV-Anbindung an Berlin. Dank des kombinierten Einsatzes der Fördermittel von EU, Bund und Land ist es der Stadt gelungen, die Innenstadt weitgehend zu sanieren.“ Weiter sagte er: „Wir unterstützen die Stadt auf dem eingeschlagenen Weg weiter und bewilligen Fördermittel für die weitere Gestaltung der Poststraße.“
2007 wurde der Schulstandort im Vorderhaus aufgegeben. Zwischen 2009 und 2011 wurde die Gebäudehülle der ehemaligen Schule saniert. 2018 wurde auf dem Hof die Kita „Poststraße“ als in Modulbauweise eine Übergangslösung errichtet und Anfang 2026 zurückgebaut.
Im Rahmen der Städtebauförderung erfolgte von 2024 bis Mitte 2026 die komplette Sanierung des Vorderhauses. Ein Erweiterungsneubau wird ergänzt. Das Hinterhaus wurde 2015 saniert und wird als Hort genutzt.
Turnhalle wird zur Mehrzweckhalle
Zu den zentralen baulichen Maßnahmen gehört die Sanierung und der Ausbau der historischen Turnhalle. Das Gebäude wird seit 2007 nicht mehr genutzt und ist in schlechtem Zustand. Geplant sind der Abbruch nicht historischer Giebelanbauten, eine grundlegende Sanierung inklusive neuer Dachkonstruktion sowie der Bau eines Sanitär-, Umkleide- und Lagertrakts. Die künftige Mehrzweckhalle soll sowohl den Einrichtungen am Standort als auch Vereinen, Initiativen und kulturellen Angeboten offenstehen.
Neue Außenanlagen und barrierefreier Spielplatz
Auch die Freiflächen werden umfassend umgestaltet. Vorgesehen sind eine Entsiegelung, wasserdurchlässige Oberflächen und die Einbindung des vorhandenen Baumbestands. Außerdem soll über die Grabenstraße ein zweiter Zugang zum Gelände geschaffen werden, um die Erreichbarkeit zu verbessern.
„Die Förderung durch das Land Brandenburg und die EU gibt uns nun den entscheidenden Rückenwind für die Umsetzung dieses für Luckenwalde so wichtigen Vorhabens“, betont Liza Baranowski, Amtsleiterin des Stadtplanungsamtes, die strategische Bedeutung des Projekts. Das Areal zwischen Post- und Grabenstraße soll künftig eine Mehrfachnutzung durch das Mehrgenerationenhaus (MGH) der Diakonie Teltow-Fläming, den Hort, den Jugendklub und die benachbarte Kita „Menschenskinder“ gewährleisten. Das Vorhaben soll bis Juni 2028 fertiggestellt sein.






