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Mittwoch, 7. Oktober 2026

32. Seniorenwoche feierlich eröffnet​

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Von links: Wolfgang Luplow (stellv. Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates Dahme-Spreewald), Manfred Zehn, Marlis Martin, Lieselotte Niepraschk, Galina Zaretskaya, Karin Görsch und Sven Herzberger. Foto: Dana Handreck|LDS

Der Landkreis Dahme-Spreewald würdigte auf dem Zeuthener See ehrenamtliches Engagement.​

Mit einer Festveranstaltung an Bord der MS Olympia auf dem Zeuthener See wurde die 32. Brandenburgische Seniorenwoche im Landkreis Dahme-Spreewald feierlich begangen. Gäste aus Politik, Gesellschaft, Seniorenbeiräten und ehrenamtlichen Initiativen kamen zusammen, um das Engagement älterer Menschen zu würdigen und die Bedeutung ihrer gesellschaftlichen Teilhabe hervorzuheben.​

Die Seniorenwoche im Jahr 2026 steht unter dem Motto „Gesellschaft braucht Erfahrung – Senioren brauchen Teilhabe“. Dieses Leitmotiv zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. In seiner Ansprache betonte Landrat Sven Herzberger die wichtige Rolle älterer Menschen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Landkreis: „Die Erfahrungen älterer Menschen sind ein wertvoller Schatz für unsere Gesellschaft. Sie geben Orientierung, vermitteln Wissen und stärken den Zusammenhalt in unseren Städten und Gemeinden. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Seniorinnen und Senioren aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben und ihre Ideen einbringen können. Die vielen ehrenamtlich Engagierten und die Seniorenbeiräte in unserem Landkreis leisten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag. Ihnen gilt unser besonderer Dank und unsere Anerkennung.“

Eine Rose für … 

Im Rahmen der Festveranstaltung wurden zudem engagierte Bürger traditionell mit „Einer Rose für …“ geehrt, die sich in besonderer Weise für die Seniorenarbeit im Kreis einsetzen. Sie stehen stellvertretend für viele Menschen, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz dazu beitragen, Gemeinschaft zu stärken und Teilhabe zu ermöglichen.  Geehrt wurden Galina Zaretskaya und Irene Welski aus Königs Wusterhausen, Manfred Zehn aus Golßen, Marlis Martin aus Heideblick, Lieselotte Niepraschk aus Luckau und Karin Görsch aus Lieberose. 

Galina Zaretskaya wurde auf Vorschlag des Diakonischen Werkes Lübben gGmbH geehrt. Sie ist seit 16 Jahren ehrenamtliche Übersetzerin und sowohl für Beratungsgespräche der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte als auch beim Jugendmigrationsdienst tätig. Sie verfügt über vertrauenswürdige Fähigkeiten sowie die Kompetenz und Empathie, um als Bindeglied zwischen Klienten und Berater zu fungieren und vereint die professionelle Distanz sowie eine gute Menschenkenntnis und Kommunikationsfähigkeit. Durch Galina Zaretskaya erleben Geflüchtete, Vertrauen aufzubauen und sich ein wenig beheimatet in der doch fremden Umgebung zu fühlen. Sie begleitet die Klienten auch oftmals zu Gesprächen in die Klinik, Ärzten, Schulen, Behörden.

Irene Welski wurde auf Vorschlag des Kreisseniorenbeirates und der Ortsgruppe der Volkssolidarität Wernsdorf geehrt. Sie war über viele Jahre ein aktives Mitglied in der Ortsgruppe der Volkssolidarität. Sie engagierte sich bei der Durchführung von Veranstaltungen und half nach der Wendezeit vielen Einwohnern, sich mit der neuen Situation zurechtzufinden. Welski war ebenso viele Jahre Ortsvorsteherin in Wernsdorf und hat sich insbesondere für die Interessen der älteren Menschen eingesetzt, indem sie zum Beispiel für die Umgestaltung des Dorfplatzes oder einen Fahrradweg von Wernsdorf nach Neu Zittau gekämpft hat. Des Weiteren war sie jahrelanges Vorstandsmitglied unseres Kreisseniorenbeirates. Sie hat sich auch dort mit vielen Anregungen aktiv in die Vorstandsarbeit eingebracht und mit großer Sorgfalt das Protokoll geführt.

Landrat Sven Herzberger betonte auch das Engagement der Seniorenbeiräte im Landkreis​

Die Veranstaltung auf dem Zeuthener See bot den Gästen Gelegenheit für persönliche Gespräche, Begegnungen und den Austausch über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Seniorenarbeit. Sie setzte zugleich ein deutliches Zeichen für die Wertschätzung älterer Menschen und ihres Engagements im Landkreis Dahme-Spreewald.​

Besondere Anerkennung galt den 13 örtlichen Seniorenbeiräten sowie dem Kreisseniorenbeirat. Sie vertreten die Interessen älterer Menschen, bringen deren Anliegen in politische Entscheidungsprozesse ein und gestalten aktiv das Leben in den Städten und Gemeinden mit. Ob Informationsveranstaltungen zu Gesundheit und Vorsorge, Projekte zur digitalen Teilhabe oder generationenübergreifende Angebote – die Seniorenbeiräte leisten einen wichtigen Beitrag für ein selbstbestimmtes Leben im Alter.

Insbesondere wurde die in verschiedenen Kommunen durchgeführten Barrierefreiheitsbegehungen gelobt. Gemeinsam mit Verwaltungen und Verantwortlichen vor Ort werden dabei öffentliche Räume auf Hindernisse untersucht und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt. Von diesen Maßnahmen profitieren nicht nur ältere Menschen, sondern alle Bürger. Auch die Förderung digitaler Kompetenzen spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Viele Seniorenbeiräte organisieren Schulungen und Unterstützungsangebote, damit ältere Menschen digitale Dienstleistungen sicher und selbstständig nutzen können.​

Der Landkreis Dahme-Spreewald unterstützt die Seniorenarbeit gezielt. Gemeinsam mit dem Kreisseniorenbeirat wird derzeit die Evaluierung der seniorenpolitischen Leitlinien vorangetrieben. Ziel ist es, die Bedürfnisse älterer Menschen weiterhin konsequent in die Entwicklung des Landkreises einzubeziehen und die Seniorenarbeit zukunftsfähig auszurichten. Positiv hervorgehoben wurde zudem das neu etablierte Netzwerktreffen der Seniorenbeiräte, das den Erfahrungsaustausch fördert und erfolgreiche Projekte über Gemeindegrenzen hinweg sichtbar macht.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung eines selbstbestimmten Lebens im Alter. Im Rahmen des Landesprogramms „Pflege vor Ort“ werden inzwischen 14 Projekte im Landkreis gefördert. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Nachbarschaftshilfe, die ältere und pflegebedürftige Menschen im Alltag unterstützt und gleichzeitig das soziale Miteinander stärkt. Mit Unterstützung des Paktes für Pflege wurden hierfür Servicepunkte für Nachbarschaftshilfe eingerichtet. Darüber hinaus entsteht in Lübben gemeinsam mit der LWG eine barrierearme Pflege-Musterwohnung. Sie soll künftig zeigen, wie Wohnräume gestaltet werden können, damit Menschen auch bei gesundheitlichen Einschränkungen möglichst lange selbstständig in ihrem gewohnten Umfeld leben können.

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