35 neue Wohnungen in Potsdam: Wer hier künftig ein neues Zuhause findet
Im Potsdamer Stadtteil Stern stehen ab sofort 35 neue Wohnungen für Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Verfügung. Die ProPotsdam hat den neuen Wohnkomplex im Patrizierweg symbolisch an die Landeshauptstadt Potsdam übergeben. Künftig werden die Wohnungen im Rahmen der sozialen Wohnhilfe genutzt und von der Sozialen Stadt ProPotsdam gGmbH betreut.
Bei der Schlüsselübergabe nahm Sozialbeigeordnete Brigitte Meier den symbolischen Schlüssel von den ProPotsdam-Geschäftsführern Jörn-Michael Westphal und Bert Nicke entgegen. Die Einrichtung soll Menschen unterstützen, die vorübergehend keinen eigenen Wohnraum haben und auf dem Weg zurück in ein selbstständiges Leben Begleitung benötigen.
Der Neubau umfasst zwei Wohngebäude in Holzhybridbauweise mit insgesamt 35 Wohnungen. Der Schwerpunkt liegt auf familiengerechten Wohnungen mit vier bis sechs Zimmern. Darüber hinaus wurden Räume für Beratung und Gemeinschaftsangebote sowie Spiel- und Aufenthaltsflächen im Außenbereich geschaffen.
„Zu unseren Aufgaben gehört es auch, Menschen mit Wohnraum zu unterstützen, wenn das Zuhause fehlt und der Weg zurück in ein stabiles Leben gelingen soll“, sagte Sozialbeigeordnete Brigitte Meier. Mit dem Neubau werde ein wichtiger Beitrag zur Versorgung von Menschen in Notsituationen geleistet.
Auch ProPotsdam-Geschäftsführer Bert Nicke betonte die Bedeutung des Projekts. Die Anlage sei so gestaltet worden, dass insbesondere Familien in schwierigen Lebensphasen einen Ort zum Ankommen und neue Perspektiven erhalten. Sein Geschäftsführer-Kollege Jörn-Michael Westphal verwies darauf, dass das Projekt Teil der Bemühungen sei, der angespannten Wohnungssituation in Potsdam entgegenzuwirken und gleichzeitig soziale Teilhabe zu stärken.
Die Betreuung der Bewohner übernimmt künftig die Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH. Ein multiprofessionelles Team unterstützt unter anderem bei Behördengängen, sozialen Leistungen sowie schulischen, gesundheitlichen und familiären Fragen. Darüber hinaus sind Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsangebote geplant. Besonders Familien mit Kindern sollen von den zusätzlichen Unterstützungsangeboten profitieren. Gleichzeitig soll die Einrichtung eng mit Schulen, Kindertagesstätten, Beratungsstellen und weiteren sozialen Einrichtungen im Stadtteil zusammenarbeiten.
Geschäftsführer Daniel Beermann erklärte, Ziel sei es, den Menschen nicht nur eine Unterkunft, sondern ein neues Zuhause zu bieten. Durch individuelle Begleitung und eine enge Vernetzung im Quartier sollen die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe geschaffen werden.
Die Wohnanlage entstand auf einem rund 3.700 Quadratmeter großen Grundstück im Patrizierweg. Insgesamt wurden knapp 3.400 Quadratmeter Wohn- und Gemeinschaftsfläche im Effizienzhausstandard EH40 errichtet. Die Baukosten belaufen sich auf rund 16 Millionen Euro. Das Land Brandenburg unterstützte das Vorhaben im Rahmen der Wohnraumförderung mit vergünstigten Darlehen von mehr als 8,6 Millionen Euro sowie Zuschüssen von knapp 2,5 Millionen Euro.






