40.000 Euro für Ausstellung „POTSDAMS halbe NEUNZIGER“ über Potsdams Nachwendejahre
Das Potsdam Museum erhält 40.000 Euro Fördermittel des Landes Brandenburg für die geplante Sonderausstellung „POTSDAMS halbe NEUNZIGER“. Kulturministerin Dr. Manja Schüle übergab den Förderbescheid im Rahmen des Programms „Museumsprofile“.
Die Ausstellung widmet sich den Jahren 1990 bis 1995 in Potsdam – einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen nach der deutschen Wiedervereinigung. Im Mittelpunkt stehen Fotografien, die den Alltag der Menschen während der Transformationsjahre dokumentieren. Themen wie Aufbruch und Unsicherheit, Arbeitslosigkeit, Wohnungsknappheit, Hausbesetzerbewegung, Migration oder rechte Gewalt sollen dabei aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden.
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die Beteiligung der Bevölkerung. Noch bis zum 30. Juni sind Potsdamer aufgerufen, private Fotografien aus der Nachwendezeit einzureichen. Gesucht werden Aufnahmen aus dem Alltag, von Familienfeiern, der Arbeit oder dem Leben in den Straßen und Wohnvierteln der Stadt.
Kulturministerin Manja Schüle bezeichnete die Ausstellung als wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Nachwendezeit aus ostdeutscher Perspektive. Die große Resonanz auf den Aufruf zur Einsendung privater Fotos zeige, dass die Geschichte der 1990er Jahre noch immer viele Menschen bewege. Die Ausstellung habe zudem Modellcharakter, weil Bürger aktiv an ihrer Gestaltung beteiligt seien.
Begleitet wird die Ausstellung durch Zeitzeugengespräche, Vorträge und eine Filmreihe. Die Eröffnung ist für Februar 2027 geplant.
Das Potsdam Museum am Alten Markt zählt mit mehr als 270.000 Objekten zu den größten kunst-, kultur- und regionalgeschichtlichen Sammlungen Brandenburgs. Weitere Informationen sind nachzulesen unter www.potsdam.de/de/119-potsdam-privat-den-1990ern-potsdam-museum-ruft-zur-einsendung-von-privaten-fotografien-aus-der






