42 Nachwuchskräfte starten 2026 ihre Justizfachwirt-Ausbildung in Brandenburg
Der Nachwuchs für die Brandenburger Justiz steht bereit: Am 1. September 2026 hat der Präsident des Brandenburgischen Oberlandesgerichts, Matthias Deller, 42 junge Frauen und Männer zu Justizobersekretäranwärterinnen und Justizobersekretäranwärtern ernannt. Im Rahmen der feierlichen Veranstaltung wurden die neuen Anwärterinnen und Anwärter zugleich vereidigt.
Das Interesse an einer Ausbildung in der Justiz war groß. Insgesamt 241 Bewerberinnen und Bewerber hatten sich um einen Ausbildungsplatz bemüht. 42 von ihnen konnten sich im Auswahlverfahren durchsetzen und starten nun ihre berufliche Laufbahn im Justizdienst des Landes Brandenburg.
Zweijährige Ausbildung zur Justizfachwirtin und zum Justizfachwirt
Auf die neuen Nachwuchskräfte wartet eine vielseitige zweijährige Ausbildung, die theoretisches Fachwissen und praktische Erfahrungen miteinander verbindet.
Die fachtheoretische Ausbildung findet an der Justizakademie des Landes Brandenburg in Königs Wusterhausen statt. Dort lernen die Anwärterinnen und Anwärter die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der ordentlichen Gerichtsbarkeit kennen.
Auf dem Ausbildungsplan stehen unter anderem das Zivil-, Familien- und Strafprozessrecht. Darüber hinaus geht es um wichtige Rechtsgebiete wie das Grundbuchrecht, Nachlassrecht und Zwangsvollstreckungsrecht. Auch Kenntnisse im Betreuungs- und Vormundschaftsrecht gehören zur Ausbildung.
Damit werden die angehenden Justizfachwirtinnen und Justizfachwirte auf ein breites Aufgabenspektrum vorbereitet, das sie später im Arbeitsalltag an Gerichten und Staatsanwaltschaften erwartet.
Praxiserfahrung an Gerichten und Staatsanwaltschaften
Neben dem Unterricht an der Justizakademie spielt die berufspraktische Ausbildung eine zentrale Rolle. Die Anwärterinnen und Anwärter sammeln praktische Erfahrungen in verschiedenen Abteilungen der Amts- und Landgerichte sowie bei den Staatsanwaltschaften des Landes Brandenburg. So können sie das zuvor erworbene Fachwissen direkt in der Praxis anwenden und gleichzeitig unterschiedliche Arbeitsbereiche der Justiz kennenlernen.
Am Ende der zweijährigen Ausbildung steht eine schriftliche und mündliche Prüfung. Mit dem erfolgreichen Abschluss erwerben die Nachwuchskräfte die Grundlage für ihre weitere Tätigkeit als Justizfachwirtin beziehungsweise Justizfachwirt.
Ausbildung und duales Studium: Bewerbungen für 2027 laufen
Wer selbst eine Karriere bei der Brandenburger Justiz anstrebt, kann sich bereits für den nächsten Einstellungsjahrgang bewerben. Für das Einstellungsjahr 2027 nimmt das Brandenburgische Oberlandesgericht weiterhin Bewerbungen für die Ausbildung zur Justizfachwirtin beziehungsweise zum Justizfachwirt sowie für das duale Studium der Rechtspflege entgegen.
Die Bewerbungsfrist läuft grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2026. Auch später eingehende Bewerbungen können nach Angaben des Brandenburgischen Oberlandesgerichts nach Möglichkeit noch berücksichtigt werden.
Weitere Informationen zu Voraussetzungen, Ausbildung, dualem Studium und Bewerbung gibt es auf der Internetseite des Brandenburgischen Oberlandesgerichts im Bereich „Karriere | Ordentliche Gerichtsbarkeit Land Brandenburg“.
Auf einen Blick
- 42 neue Justizobersekretäranwärterinnen und -anwärter wurden zum 1. September 2026 ernannt.
- 241 Bewerberinnen und Bewerber hatten sich um die Ausbildungsplätze beworben.
- Die Ausbildung zur Justizfachwirtin bzw. zum Justizfachwirt dauert zwei Jahre.
- Theorie wird an der Justizakademie in Königs Wusterhausen vermittelt.
- Die Praxis erfolgt unter anderem an Amts- und Landgerichten sowie Staatsanwaltschaften.
- Bewerbungen für 2027 sind noch bis zum 31. Dezember 2026 möglich.






