800-jähriges Jubiläum: Zwischen Historie und lebendigem Gemeindeleben
Die Marienkirche begeht in diesem Jahr ihr 800-jähriges Kirchweihjubiläum. Den Auftakt der Festwoche bildet am Sonntag um 14 Uhr ein Festgottesdienst.
Andrea Fichtmüller beschreibt die Marienkirche als einen Ort mit besonderer Geschichte und lebendiger Gegenwart. „Hier stehen wir auf historischem Boden, hier befand sich einst das Mönchen-
kloster. Seit 800 Jahren ist dies ein Ort, der von Gebeten, Hoffnung und Gemeinschaft getragen wird“, sagt sie. Die Kirche sei ein Ort der Besinnung und des Innehaltens.
Zugleich hebt Andrea Fichtmüller die gesellschaftliche Bedeutung von Kirchen hervor. „Wir Christen müssen uns heute die Frage stellen, was Kirche und Kirchen für uns und für andere sind“, betont sie. Kirchen seien Anker in unsicheren Zeiten und Orte der Toleranz. Ausgrenzung habe dort keinen Platz, jede und jeder sei willkommen.
Zum Auftakt der Festwoche ist ein vielfältiges Begleitprogramm geplant. „Wir freuen uns, dass unser Bischof Dr. Stäblein die Festpredigt und Pfarrer Tobias Kampf den Gottesdienst halten wird und wir eine große musikalische Umrahmung mit Chören und Bläsern Dank der Kirchenmusikdirektoren Anne und Manuel Gera haben werden, es leckeren Kuchen und Kaffee geben wird, Grußworte, ein Kinderprogramm, gemeinsam veranstaltet von unseren Gemeindepädagogen mit der ortsansässigen Kita Pittiplatsch, offenes Singen, eine Fotowand als Überraschung, gute Laune, Fröhlichkeit und hoffentlich schönes Wetter“, so Andrea Fichtmüller. In den Folgetagen stehen Orgelmusik, ein Erzählcafé, ein Filmabend für Jugendliche, eine Lesung mit Rocco Thiede sowie Konzerte auf dem Programm.
Andrea Fichtmüller kennt das gesamte Kirchengelände von Kindesbeinen an – das Konversenhaus, die Kirche und den Friedhof. „Meine Großeltern hier in Kloster Zinna waren christlich geprägt, mein Großvater war im Gemeindekirchenrat aktiv“, erzählt sie. In der Marienkirche finden heute Gottesdienste und Orgelkonzerte statt, außerdem Führungen mit der Kirchenangestellten Ingrid Rosenzweig, Hochzeiten, Beerdigungen, Taufen und Weihnachten Krippenspiele.
Die alte Klosterkirche ist ein Meisterwerk der Zisterzienser. Der schlichte, imposante Granitbau entstand vor 800 Jahren durch Mönche und ist Teil einer ehemaligen Klosteranlage. Am unterschiedlichen Mauerwerk lässt sich noch heute erkennen, wo einst die Klostergebäude und der Kreuzgang standen. Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.kirche-jueterbog.de.





