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Sonntag, 13. September 2026

Abenteuer Fluss: Kinder und Jugendliche lernen in Am Mellensee mehr über die Natur

Am Mellensee
die teilnehmer des Feriencamps "Abenteuer Fluss" haben sich für ein Gruppenbild aufgestellt
Elf Kinder und Jugendliche aus Zossen und Umgebung lernten bei dem Camp viel über Gemeinschaft und Natur. Foto: gag

Ein Feriencamp, das Gemeinschaft und Natur verbandt, brachte den Teilnehmern aus Zossen und Umgebung Grundlagen des Angelns bei – und noch ​viel mehr.

Fünf Tage lang standen am Nottekanal Am Mellensee nicht nur Angelruten im Mittelpunkt, sondern vor allem Gemeinschaft, Naturerlebnis und die Freude am gemeinsamen Lernen. Das Feriencamp „Abenteuer Fluss – Wasser entdecken & erleben“ – das aus dem früheren Angelcamp hervorgegangen ist – brachte elf Kinder und Jugendliche aus Zossen und Umgebung zusammen und zeigte eindrucksvoll, wie moderne Kinder- und Jugendarbeit aussehen kann. 

Bereits am ersten Camptag wurde deutlich, dass es bei diesem Projekt um weit mehr geht als den Fang des größten Fisches. Nach einer Einführung in die Regeln des Angelns, der Kontrolle der Angelberechtigungen und einem gemeinsamen Frühstück ging es direkt an den Nottekanal. Dort lernten die Teilnehmer, ihre Ausrüstung selbst zu überprüfen und zu reparieren. Die ersten Fänge ließen nicht lange auf sich warten und sorgten für strahlende Gesichter. Gleichzeitig vermittelten die Betreuer wichtige Kenntnisse über heimische Gewässer, den respektvollen Umgang mit Fischen sowie den Schutz von Natur und Umwelt. Auch ein Gewitter am zweiten Tag konnte die gute Stimmung nicht trüben. Im Vereinshaus wurde zunächst theoretisches Wissen rund um das Raubfischangeln vermittelt, bevor Gastdozent Finn den Nachwuchsanglern den Umgang mit Kunstködern und modernen Angeltechniken näherbrachte. Am Nachmittag zeigte sich das Gelernte direkt am Wasser: Die ersten erfolgreichen Fänge bestätigten, dass Theorie und Praxis hervorragend miteinander harmonierten. Der dritte Camptag stand ganz im Zeichen des Miteinanders. Olaf Wernicke, Vorsitzender des Kreis-Angler-Verbandes Zossen, besuchte das Camp und demonstrierte den Teilnehmern das traditionelle Räuchern von Fisch. Der Duft aus dem Räucherofen lockte nicht nur die jungen Angler an, sondern machte das Campgelände zum Treffpunkt für zahlreiche Besucher. Während die älteren Teilnehmer verschiedene Gewässerabschnitte erkundeten, erlernten die Jüngeren die Grundlagen des Stippfischens. Besonders beeindruckend war der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe: Erfahrenere Teilnehmer unterstützten die Jüngeren, erklärten Techniken und freuten sich gemeinsam über jeden Erfolg. Aus einer Gruppe Einzelner war längst ein echtes Team geworden. 

Am vierten Tag rückte zusätzlich der Umweltgedanke in den Fokus. Ausgerüstet mit Müllzangen, Handschuhen und Müllsäcken säuberten die Kinder und Jugendlichen die Uferbereiche von Mellensee und Nottekanal. Die große Menge eingesammelten Mülls machte deutlich, wie wichtig praktischer Naturschutz ist. Anschließend informierten sich Mellensees Bürgermeister Tobias Krüger sowie Holger Schmidt, Geschäftsführer der gemeinnützigen Arbeitsförderungsgesellschaft Klausdorf (GAG), persönlich über das Camp und das Engagement der jungen Teilnehmer. Gemeinsam ging es später noch einmal ans Wasser, wo die Gäste selbst einen Einblick in die Welt des Angelns erhielten. 

Der Abschlusstag zeigte schließlich, welchen Eindruck das Feriencamp hinterlassen hatte. Bereits in den frühen Morgenstunden informierte sich der Vorsitzende des Kreistages Teltow-Fläming und Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum über das Projekt. Mit großer Begeisterung berichteten ihm die Kinder von ihren Erlebnissen, den gefangenen Fischen, neuen Freundschaften und den vielen Erfahrungen, die sie während der Woche sammeln konnten. Ihr Wunsch war eindeutig: Das Feriencamp soll auch im kommenden Jahr wieder stattfinden.

Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer Urkunden und kleine Erinnerungen an eine ereignisreiche Woche. Nach einem letzten gemeinsamen Angeln und dem traditionellen Abschlussimbiss hieß es Abschied nehmen – nicht ohne Vorfreude auf eine mögliche Fortsetzung. Das Feriencamp „Abenteuer Fluss“ hat eindrucksvoll bewiesen, dass Freizeitangebote weit mehr leisten können als reine Unterhaltung. Sie vermitteln Verantwortung, stärken soziale Kompetenzen und schaffen eine enge Verbindung zur Natur. Gerade in einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche immer häufiger ihre Freizeit vor Bildschirmen verbringen, setzt das Projekt ein wichtiges Zeichen. Es zeigt, wie wertvoll gemeinsames Erleben, praktisches Lernen und ehrenamtliches Engagement für die Entwicklung junger Menschen sind. Das große Engagement der Betreuer, der zahlreichen Unterstützer, Sponsoren sowie der beteiligten Vereine und Institutionen hat dieses Projekt erst möglich gemacht. 

Der Wunsch vieler Teilnehmer nach einer Neuauflage im Jahr 2027 verdeutlicht den nachhaltigen Erfolg des Camps. Wenn Kinder mit leuchtenden Augen nach Hause gehen und bereits vom nächsten Sommer sprechen, dann ist aus einer Ferienwoche weit mehr geworden als ein Freizeitangebot – es ist ein Projekt entstanden, das Menschen verbindet und Zukunft gestaltet.

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