„Alles, was wir tun“ – gemeinsames Handeln für bezahlbaren Wohnraum in Potsdam
Zum diesjährigen Sommerempfang hat der Arbeitskreis StadtSpuren am 21. Mai in den WorkHUB am Campus Jungfernsee eingeladen. Unter dem Motto „Alles, was wir tun“ kamen mehr als 200 Vertreter aus Stadtpolitik, Verwaltung, Verbänden, Vereinen und Initiativen zusammen, um über die aktuellen Herausforderungen des Potsdamer Wohnungsmarktes zu diskutieren.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Rolle der sozialen Wohnungswirtschaft für die Entwicklung der Stadt. Die im Arbeitskreis zusammengeschlossenen Unternehmen bewirtschaften rund 36.000 Wohnungen und stellen damit einen wesentlichen Anteil des bezahlbaren Wohnraums in Potsdam bereit.
Thematisiert wurden insbesondere die steigenden Anforderungen an Planung, Bau und Bestand sowie die Frage, wie unter den aktuellen wirtschaftlichen und regulatorischen Bedingungen weiterhin ausreichend Wohnraum geschaffen und gleichzeitig soziale Ausgewogenheit gesichert werden kann. Ein interaktives Format vermittelte den Gästen Einblicke in Entwicklungen bei Mieten, Neubauaktivitäten sowie die sozialen und infrastrukturellen Leistungen der Wohnungsunternehmen in den Quartieren.
Jörn-Michael Westphal, Geschäftsführer der ProPotsdam GmbH, verwies auf die zunehmende Komplexität bei der Umsetzung neuer Wohnprojekte und betonte die Bedeutung gemeinsamer Lösungsansätze, um bezahlbaren Wohnraum langfristig zu ermöglichen.
Auch Maren Kern, Vorständin des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V., hob hervor, dass verlässliche Rahmenbedingungen notwendig seien, damit die soziale Wohnungswirtschaft ihre Rolle als stabiler und investitionsstarker Partner auch künftig erfüllen könne.
Mit Blick auf die Stadtentwicklung erklärte Potsdams Baubeigeordneter Bernd Rubelt, dass die Wohnraumversorgung zu den zentralen Zukunftsaufgaben der Stadt gehöre. Angesichts schwieriger Rahmenbedingungen für Planung und Bau sei der kontinuierliche Dialog zwischen den beteiligten Akteuren von besonderer Bedeutung.
Im Fokus der Diskussion standen dabei insbesondere Abstimmungsprozesse zwischen den Beteiligten sowie Zielkonflikte zwischen Baukultur, Klimaschutz und wirtschaftlicher Tragfähigkeit.
Carsten Hagenau, Koordinator des Arbeitskreises StadtSpuren, betonte, dass die Herausforderungen bekannt seien – entscheidend sei nun, vorhandenes Wissen in gemeinsames und wirksames Handeln zu überführen.
Den Abschluss des Abends gestaltete Schauspieler Paul Wilms vom Hans-Otto-Theater mit einem Monolog aus dem Stück „Siebeneinhalb Brücken“, der das Leitmotiv des Sommerempfangs künstlerisch aufgriff. Das Motto „Alles, was wir tun“ nimmt zugleich Bezug auf das gleichnamige Musikstück von Blanche Haufe und Timo Langpap und verband den fachlichen Austausch mit einer kulturellen Perspektive.
Der Sommerempfang machte deutlich: Die Sicherung bezahlbaren Wohnraums bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe und erfordert eine enge Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft.
Der Arbeitskreis StadtSpuren besteht seit 1997 und vereint mehrere Potsdamer Wohnungsunternehmen. Gemeinsam verwalten die Mitgliedsunternehmen rund 36.000 Wohnungen und damit etwa 40 Prozent des Mietwohnungsbestandes in Potsdam.





