Alltag nach der Wende: Potsdam ruft zur großen Fotosuche auf
Das Potsdam Museum ruft die Bürger dazu auf, private Fotografien aus den 1990er Jahren einzureichen. Gesucht werden Bilder aus dem Alltag – ob auf Straßen, zu Hause, bei der Arbeit oder auf Feiern. Ziel ist es, persönliche Einblicke in die Zeit nach der Wende sichtbar zu machen. „Geschichte wird von Menschen gemacht – deshalb ist es ein spannendes Projekt, bei dem das Potsdam Museum gemeinsam mit den Potsdamern eine Bilderwelt der 1990er Jahre entstehen lassen möchte“, sagt Torsten Wiegel, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Landeshauptstadt.
Die Fotos werden Teil einer Ausstellung über die frühen 1990er Jahre, die Ende 2026 im Potsdam Museum gezeigt wird. „Private Aufnahmen eröffnen besondere Perspektiven auf das Leben in dieser Zeit“, so Museumsdirektor Thomas Steller. „Wir bitten die Menschen unserer Stadt, in ihren Fotoalben zu stöbern und ihre Erinnerungen mit dem Museum zu teilen. Dabei geht es uns nicht um das fotografisch perfekte Motiv“, erklärt Judith Granzow, Leiterin der Sammlung Fotografie. „Oft sind es gerade zufällige Details oder private Situationen, die ein besonders lebendiges Bild der Vergangenheit vermitteln.“
Die Fotos können bis zum 30. Juni per E-Mail an museum-outreach@rathaus.potsdam.de oder auf dem Postweg an Potsdam Museum, Am Alten Markt 9, in 14467 Potsdam übermittelt werden. Wer mit dem Team des Museums über seine Fotos ins Gespräch kommen möchte oder Fragen zum Projekt hat, kann die Bilder auch persönlich vorbeibringen. Dies ist am 16. April und 17. Mai, jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr in einer eigens eingerichteten Sammelstelle im Potsdam Museum möglich. Alternativ können die Bilder auch nach telefonischer Verabredung persönlich im Potsdam Museum abgegeben werden. Weitere Informationen sind nachzulesen unter: https://www.potsdam-museum.de/de/fotoaufruf90er.





