Als die DDR ihr „Tafelsilber“ rettete: Naturschutz im Zeichen der Wiedervereinigung
In den letzten Tagen der DDR wurden Weichen gestellt, die bis heute die Natur in Ostdeutschland prägen. Am Donnerstag, 10. September, erinnert das Naturkundemuseum Potsdam an diesen besonderen Moment: Unter dem Titel „Das Tafelsilber der Deutschen Einheit“ geht es ab 18.00 Uhr um die Entstehung der großen Schutzgebiete im Zuge der Wiedervereinigung.
Nur wenige Wochen vor der deutschen Einheit wurden rund 4,5 Prozent der DDR-Landesfläche dauerhaft unter Naturschutz gestellt. Innerhalb kurzer Zeit entstanden fünf Nationalparks, sechs Biosphärenreservate und drei Naturparks. Der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer bezeichnete dieses Naturerbe später als das „Tafelsilber der Deutschen Einheit“.
Der Abend beginnt mit seltenen historischen Fernsehbeiträgen aus der Wendezeit. Anschließend diskutieren Experten über die Entstehung und Bedeutung der Schutzgebiete. Auf dem Podium sitzen Prof. Dr. Hans Dieter Knapp, der das Nationalparkprogramm 1990 mitgestaltete, Dr. Susanne Winter, Leiterin des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin, sowie der ehemalige Müritz-Nationalparkleiter Ulrich Meßner. Moderiert wird das Gespräch von Dr. Ralf Forster.
Bereits am Nachmittag können Besucher die Sonderausstellung „Achtung Eule! Ein Zeichen für den Naturschutz“ kennenlernen. Von 15.30 bis 16.30 Uhr führen Jeanette Toussaint und Dr. Ralf Forster durch die Ausstellung und erzählen von der Entstehung der Naturschutzeule und den Ideen ihrer Erfinder Erna und Kurt Kretschmann.
Wichtig: Die Veranstaltung wurde kurzfristig ins Naturkundemuseum Potsdam, Breite Straße 13, verlegt und findet nicht im Haus der Natur statt.
Die Kuratorenführung ist im regulären Museumseintritt enthalten, Filmabend und Podiumsdiskussion ab 18.00 Uhr sind kostenfrei. Wegen der begrenzten Plätze wird um Anmeldung unter 0331 289-6707 gebeten.






