Angelverein Esox72 räumt auf
Wer sich die Nuthe und deren Verlauf im Zentrum von Luckenwalde angesehen hat, stellte fest, dass doch einige Zeit von der letzten Reinigungsaktion 2025 vergangen ist. Im gesamten Flussverlauf, von der Polizei über den Nuthepark, Nuthepromenade bis zur Kreisverwaltung Teltow-Fläming lag wieder sehr viel Zivilisationsmüll herum.
Im letzten Jahr führte der Angelverein Esox72 e.V. hier seinen ersten Arbeitseinsatz nach langer Zeit wieder durch. 13 volle Abfallsäcke kamen so in vier Stunden zusammen. „Angespornt vom Jahr 2025 stand für unseren Verein fest, dass wir diesen Einsatz jährlich wiederholen wollen“, berichtet Michael Dalichow.
Aus dem Ansporn wurde die Vorplanung und ein Antrag beim Umweltamt. Mit der Genehmigung und der persönlichen Absprache mit dem Bauhof Luckenwalde konnte die Aktion am 21. März starten. „Das Schöne an diesem Samstag war, dass der Vorstand 50 Prozent mehr Mitglieder als im letzten Jahr motivieren konnte. Darunter auch ein Mitglied, das vor einigen Jahren sehr aktiv seine alte Wathose hierzu nutzte“, berichtet Michael Dalichow weiter.
Dieses Jahr waren zwei wathosentragende Petrijünger dabei. Diese Hosen hatten sie nicht zur Zierde an. Mit den Sohlen spürten sie eine riesige Anzahl mit Nuthe-Wasser gefüllten Glaspfandflaschen und Dosen auf. Gefährlich wurde die Situation, als einer der beiden im Bereich des kleinen Beckens bis zu den Oberschenkeln im Schlamm versank. Nur mit Mühe und unter Hilfe seiner Harke konnte er sich selbst aus den losen Ablagerungen befreien.
Besonders (un)nachhaltig waren die kleinen Getränketüten und Tetra Paks mit ihren, in Plastik eingeschweißten Trinkhalmen. Diese aus dem Wasser und Uferbereich zu beseitigen war sehr mühevoll. Diese kleinen Plastikstücke, Zigarettenschachteln, Folien und Zigarettenkippen, Kronenkorken, Bonbonpapier oder Glas gehören weder in den Fluss noch an deren Ufer. Die Nuthe fließt weiter in Richtung Trebbin. Und hier sind Bereiche in denen Forellen eingesetzt, geschützt und mit Kies Laichstellen für sie geschaffen wurden. Da wirkt sich vermutlich der Kunststoffmüll nicht positiv auf die Entwicklung aus.
Das sogenannte „Highlight“ des Tages war ein PKW-Reifen, der sich von seinem Fahrzeug und der Felge getrennt hatte. Zwischen der Pizzeria und der Kreisverwaltung fand er mitten im Gewässer seine Ruhe. Auch ein Paar zusammengeschnürter Sportschuhe war vermutlich vor seinem Eigentümer geflohen und über der Nuthe aufgehängt. Auch wenn man darüber humorvoll schreiben kann – Reifen, Metallrohre, Maschendrahtstücken und Sportschuhe gehören auch nicht in das Gewässer.
Bemerkenswert ist auch der Verschmutzungszustand im Uferbereich vor dem Discounter „Nahkauf“. „Hier sollte das Ordnungsamt ein bisschen mehr kontrollieren“, merkt Michael Dalichow an.
Im Ergebnis konnten in den fast vier Stunden 18 Müllsäcke mit dem achtlos weggeworfenen Zivilisationsrückständen befüllt werden. „Danke an unsere acht Mitglieder, den Behörden und dem Bauhof Luckenwalde“, so Michael Dalichow abschließend.





