Angriff auf die Totenruhe: Vandalismus erschüttert den Südwestkirchhof Stahnsdorf
Die Friedhofsverwaltung des Südwestkirchhofs Stahnsdorf ist fassungslos: Unbekannte haben den mehr als vier Kilometer langen Zaun des historischen Friedhofsgeländes an 18 Stellen gezielt aufgeschnitten. Damit wurde nach Angaben der Verwaltung die jahrelange Arbeit des kleinen Gärtnerteams zum Schutz des Kulturdenkmals und der Gräber massiv beschädigt.
Besonders empörend: An mehreren Baumstämmen sollen zudem Lockstoffe für Wildschweine angebracht worden sein. Die Verwaltung geht deshalb davon aus, dass die Tiere gezielt auf das Gelände gelockt werden sollten. Inzwischen gibt es bereits großflächige Wühlspuren auf den Park- und Landschaftsflächen.
Für die Verantwortlichen ist der Schaden weit mehr als ein zerstörter Zaun. Eindringende Wildschweine könnten historische Parkflächen und im schlimmsten Fall auch Gräber beschädigen. Zugleich sieht die Verwaltung ein erhöhtes Risiko für Besucher und Trauernde.
Der Südwestkirchhof ist mit rund 206 Hektar einer der bedeutendsten historischen Friedhöfe Deutschlands. Umso schwerer wiegt für die Verantwortlichen der aktuelle Vandalismus. „Das ist ein Schlag gegen die Totenruhe, gegen ein bedeutendes Kulturdenkmal und gegen die Arbeit unserer Mitarbeiter“, lautet die Botschaft der Verwaltung.
Inzwischen wurde Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Friedhofsverwaltung bittet Anwohner und Besucher um Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen.
Hinweise: Friedhofsverwaltung, Tel. 03329/62315.






