Beharrlicher Kämpfer für Natur und Landschaft: Friedhelm Schmitz-Jersch ausgezeichnet
Für sein langjähriges Engagement im Natur- und Umweltschutz ist Friedhelm Schmitz-Jersch mit dem Karl-Hermann-Koch-Umweltpreis 2025 ausgezeichnet worden. Die feierliche Preisverleihung fand in Wildpark-West im Beisein von Vereinsvertretern, Mitgliedern des Ortsbeirats und weiteren Gästen statt. Über die Ehrung hatte die Mitgliederversammlung des Vereins Waldsiedlung Wildpark-West e.V. bereits im Januar einstimmig entschieden.
Mit der Auszeichnung würdigt der Verein insbesondere Schmitz-Jerschs Einsatz für den Erhalt der Waldsiedlung Wildpark-West und den Schutz wertvoller Natur- und Landschaftsräume in der Region. Als Schirmherr der Nachpflanzaktion „Rettet die Waldsiedlung! 2018–2033“ begleitet er das Projekt seit dessen Beginn im Jahr 2018. Ziel der Initiative ist es, den charakteristischen Baumbestand der historischen Waldsiedlung langfristig zu sichern und zu erneuern.
Nach Angaben des Vereins spielte der Jurist zudem eine wichtige Rolle bei der Aufarbeitung zahlreicher Baumfällungen. Durch Akteneinsichten und die Unterstützung von Gerichtsverfahren habe er dazu beigetragen, den Schutz von Bäumen und Wäldern in der Gemeinde konsequenter durchzusetzen. Auch bei der Wiederherstellung historischer Alleen sowie beim Aufbau eines Europäischen Baumlehrpfads habe er die Bürgerinitiative maßgeblich unterstützt.
Gewürdigt wurde darüber hinaus sein Engagement für eine naturverträgliche Ortsentwicklung. So setzte sich Schmitz-Jersch über viele Jahre für die Schließung eines Containerstellplatzes im Landschaftsschutzgebiet ein. Ebenso engagierte er sich gegen Pläne für einen Gebrauchtwagen- und Bootshandel an der Baumgartenbrücke. Aktuell kämpft er für den Erhalt des historischen Fährwegs an der Villa Maurus und dessen öffentliche Zugänglichkeit.
In ihrer Begründung hob die Jury insbesondere seine fachliche Kompetenz, seine Beharrlichkeit und seine Fähigkeit hervor, Menschen unterschiedlicher Generationen für gemeinsame Ziele zu gewinnen. Sein Wirken sei ein herausragendes Beispiel für gelebtes bürgerschaftliches Engagement und erfolgreichen Naturschutz vor Ort.
Der Umweltpreis wird jährlich für besondere Verdienste um den Natur- und Umweltschutz in der Region vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen die Landeshauptstadt Potsdam (2024), die Interessengemeinschaft Erholungsort Geltow mit Gunter Jung (2023) sowie der Landkreis Potsdam-Mittelmark (2022).





