Behelfsbrücke am Bahnhof Zossen: Das ewige Provisorium
Auch die Brandenburger Landesregierung schätzt die Übergangslösung am Bahnhof Zossen, die länger gebraucht wird als geplant, als „nicht barrierefrei“ ein.
Seit Mitte August 2025 ist am Zossener Bahnhof der Zugang zum Mittelbahnsteig nur über die Behelfsbrücke möglich, die eigentlich nur acht Monate genutzt werden sollte, wie der Brandenburger BSW-Abgeordnete Gunnar Lehmann erklärt. Doch die Übergangslösung steht noch immer und wird auch noch eine Weile länger in Benutzung sein.
Lehmann hat daher einen umfangreichen Fragenkatalog an die Landesregierung gestellt: zur sicherheitstechnischen Überprüfung, der baulichen Belastbarkeit und der tatsächlichen Nutzbarkeit der Inte-rimslösung. Auch die barrierefreie Erreichbarkeit des Bahnhofs spielte dabei eine große Rolle.
In der nun vorliegenden Antwort verweist das Land in vielen Punkten an die DB InfraGO AG. In einem Punkt aber gibt es eine klare Aussage. „Der ersatzweise Einsatz eines Fahrdienstes mit einem zusätzlichen Umstieg zwischen Bus und Bahn ist nicht gleichwertig zu einem direkten barrierefreien Zugang zum Bahnsteig“, heißt es da. Der barrierefreie Zugang zu den Bahnsteigen soll demnach aber mit Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks bis März 2027 fertiggestellt sein, so die Antwort des Landes weiter. „Das Tunnelsegment der Stadt Zossen, das bis zum Bahnhofsvorplatz verläuft und zusätzlich noch die Unterquerung der Straße am Bahnhofsplatz ermöglicht, wird dann später im Jahr 2027 eröffnet.“






