Betrug in Potsdam: Opfer verliert hohe Summe durch „Love Scamming“
Am Donnerstag, dem 9. April, wurde der Polizei ein Betrugsfall gemeldet. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Geschädigte Kontakt zu einer bislang unbekannten Person aufgenommen, die ihm eine gemeinsame Zukunft in Aussicht stellte. Im Verlauf dieser Beziehung überwies das Opfer über einen längeren Zeitraum hinweg Geld an vermeintliche Anbieter im Bereich Kryptowährungen. Der entstandene Schaden liegt im unteren sechsstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Hinweis der Polizei:
Bei dieser Betrugsform – auch bekannt als „Love Scamming“ oder „Romance Scamming“ – geben Täter vor, ernsthaft romantisches Interesse an ihren Opfern zu haben, um an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen. Nachdem ein Kontakt hergestellt wurde, überschütten die Betrüger ihre Opfer oft mit Aufmerksamkeit und Liebesbekundungen. Sie täuschen eine enge Bindung vor und sprechen frühzeitig von gemeinsamen Zukunftsplänen.
Erst nach einer gewissen Zeit beginnen die Täter, um Geld zu bitten. Häufig begründen sie dies mit angeblichen finanziellen Notlagen, für die sie keine Schuld tragen, oder geben vor, das Geld für ein persönliches Treffen zu benötigen. Da zu diesem Zeitpunkt bereits eine emotionale Bindung entstanden ist, kommen viele Opfer diesen Forderungen nach. Besonders tückisch ist, dass die Täter meist sehr überzeugend und vertrauenswürdig auftreten, wodurch der Betrug schwer zu erkennen ist.
Die Polizei rät daher:
- Reagieren Sie misstrauisch auf unerwartete Geldforderungen von Online-Bekanntschaften und leisten Sie keine Zahlungen.
- Sichern Sie sämtliche Kommunikationsverläufe, etwa Chats oder E-Mails, als mögliche Beweismittel.
- Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige – unabhängig davon, ob bereits ein finanzieller Schaden entstanden ist oder es sich lediglich um einen Betrugsversuch handelt.




