Bis zu neun Windräder für Potsdams Norden geplant
Im Norden Potsdams könnten bis zu neun neue Windenergieanlagen entstehen: Bis zu fünf sind bei Groß Glienicke Nord-West, bis zu vier bei Kartzow geplant. Über die Vorhaben informiert die Landeshauptstadt am 10. September bei einer öffentlichen Veranstaltung in der Grundschule Krampnitz.
Die Veranstaltung ist als thematischer Rundgang konzipiert. Von 16.00 bis 20.00 Uhr können sich Einwohner aus Groß Glienicke und Fahrland sowie weitere Interessierte über den Planungsstand informieren. Die Rundgänge starten um 16.00, 17.00, 18.00 und 19.00 Uhr. Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) und des Projektentwicklers Energiequelle beantworten Fragen zu Planung, Technik, Umwelt und Genehmigungsverfahren.
Mit Änderungen des Flächennutzungsplans sollen zunächst die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Windenergievorhaben geschaffen werden. Die Flächen gehören der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
Für die EWP und Energiequelle sind die Projekte ein wichtiger Schritt beim Ausbau erneuerbarer Energien in Potsdam. Die EWP verspricht sich davon unter anderem mehr Unabhängigkeit von schwankenden Energiemärkten und einen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Energiequelle, die erstmals in Potsdam aktiv werden will, möchte dabei ihre Erfahrungen aus Windenergieprojekten in Brandenburg und ganz Deutschland einbringen. Auch die finanzielle Beteiligung der Ortsteile an den Erträgen der Windenergieanlagen wird Thema sein. Nach dem im März beschlossenen Verteilungsmodell sollen 75 Prozent der entsprechenden Mittel im jeweils begünstigten Ortsteil für gesetzlich vorgesehene Maßnahmen eingesetzt werden. Über die Verwendung entscheidet der Ortsbeirat. Weitere 25 Prozent sollen für Projekte im ländlichen Raum zur Verfügung stehen.
Die Änderungen des Flächennutzungsplans sollen am 17. September im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität sowie am 29. September im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und ländliche Entwicklung beraten werden. Für die Informationsveranstaltung wird um Anmeldung per E-Mail an potsdam@ikome.de oder telefonisch unter der 0341 / 261 80 444 gebeten.






