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Sonntag, 14. Juni 2026

Bodendenkmal: Ehemalige Burgruine bei Petkus wird sichtbar

Baruth/Mark
Eine Tafel im Wald zeigt Details zur ehemaligen mittelalterlichen Burganlage bei Petkus
Auf der Tafel, die unweit des geteerten Weges steht, werden die bisherigen Erkenntnisse zu der mittelalterlichen Anlage präsentiert. Foto: Siegmar Trenkler

Am mittelalterlichen Ringwall bei Petkus zeigt seit Mitte Mai 2026 eine Tafel, wie die mittelalterliche Anlage früher ausgesehen hat.​

Im Landkreis Teltow-Fläming gibt es mehr als 1.400 archäologische Fundstellen – sogenannte Bodendenkmale. Die meisten davon liegen im Boden verborgen und sind nicht zu erkennen. Eine erfreuliche Ausnahme bilden oberirdisch sichtbare Bodendenkmale wie Grabhügel der Bronzezeit, Burgwälle der Slawenzeit und Burganlagen des Mittelalters. In den vergangenen Jahren wurden an mehreren mittelalterlichen Burganlagen Tafeln aufgestellt, um Einheimische wie Touristen auf diese Kulturdenkmale hinzuweisen. Seit 20. Mai gibt es eine solche auch für die Reste einer mittelalterlichen Burganlage, die etwa zweieinhalb Kilometer südlich von Petkus liegt. Den Mittelpunkt bildet ein etwa 40 Meter kreisrundes Plateau, das von zwei Gräben umschlossen ist. Nur der innere Graben ist komplett erhalten, während der äußere Graben teilweise verfüllt ist. ​

Zwischen den Gräben befindet sich ein markanter Wall. Lange Zeit wusste man nicht, aus welcher Zeit die Burganlage stammt. Archäologische Funde der letzten Jahre belegen, dass es sich um den Rest einer mittelalterlichen Burganlage handelt, denn die aufgefundenen Keramikscherben datieren in das 13. bis 15. Jahrhundert. Jedoch weiß man bis heute nicht, welches Adelsgeschlecht die Burg hat erbauen lassen und wie viele Gebäude innerhalb der Umwallung standen. Oberirdisch sind keine Gebäude mehr erkennbar, aber die Wall-Graben-Anlagen, die der Verteidigung dienten, sind sehr gut erhalten.

Das Bodendenkmal am Vorwerk Lochow soll wieder mehr in das öffentliche Bewusstsein rücken. In Kooperation zwischen der Familie von Lochow, der das Gelände gehört, und der Unteren Denkmalschutzbehörde entstand die Idee, das Bodendenkmal in die touristische Wegestruktur einzubinden und erlebbar zu machen. Dafür wurden Schrift- und Bildquellen zur Geschichte der Burganlage zusammengetragen und eine Tafel gestaltet. Mitarbeiter des Saatzuchtbetriebes und ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger beräumten das Gelände von Bewuchs, sodass Besucher das Bodendenkmal gut erkunden können. Wer die Burganlage zu Fuß erkunden will, sollte festes Schuhwerk tragen, denn von dem geteerten Weg bis zum Ringwall sind es etwa 50 Meter und der Untergrund ist uneben. 

Die Tafel befindet sich an folgendem Ort: goo.gl/maps/W8wZcyfCCNuj2dcX6

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