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Samstag, 17. Oktober 2026

Courage beginnt im Kleinen – Gesamtschule für ein Miteinander ohne Rassismus

Treuenbrietzen
gruppenbild Schüler und Gäaste
Schüler und Gäste feierten im Treuenbrietzener Freibad das Engagement. Foto: Elke Lange

Mit einer Feier im Freibad Treuenbrietzen hat die Gesamtschule am Freitag, 19. Juni, das 25-jährige Jubiläum ihres Engagements im Projekt „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“ begangen. Dieses besondere Jubiläum steht für 25 Jahre Engagement für Vielfalt, Toleranz, Respekt und ein gemeinsames Miteinander ohne Ausgrenzung und Rassismus. Gemeinsam feierten sie, um die Botschaft des Projekts einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen.

Die Veranstaltung wurde unter Federführung von Seminarkursleiterin Anne Mortag und Schulsozialarbeiterin Tanja Holzhausen in Zusammenarbeit mit Schülern des 12. Jahrgangs vorbereitet. Eingeladen waren alle Kinder und Jugendlichen aus Einrichtungen der Stadt sowie auch ehemalige Lehrkräfte. Rund 700 Besucher folgten der Einladung.

„Wir sind eine große Vielfalt an der Schule, dürfen diese leben und unterstützen“, sagte Anne Mortag. Sie stellte klar, dass das Projekt keine Garantie dafür sei, dass es an der Schule nie Probleme gebe. Ausgrenzung oder Hetze könne überall vorkommen, im Schulalltag ebenso wie in sozialen Medien. Entscheidend sei aber, dass Schüler, Eltern und Lehrkräfte hinschauten, miteinander redeten und gemeinsam gegen Ausgrenzung einträten.

Auch Bürgermeister Robert-Walter Wildgrube würdigte das Engagement der Schule. Er verwies auf eine Zeit, in der der Ton rauer werde und Hass, Hetze und Ausgrenzung zunehmend Raum einnähmen. „Rassismus beginnt oft mit einem Spruch, einem Blick, mit einem Gerücht“, sagte er. Courage heiße, nicht wegzusehen und Haltung zu zeigen. Gerade angesichts rechter Strömungen sei eine klare Position wichtig. „Diese Schule zeigt seit 25 Jahren, wie das funktionieren kann. Darauf könnt ihr stolz sein.“
Mandy Friedrich vom Vorstand des Schulfördervereins berichtet „Blickpunkt“ gegenüber von persönlichen Erfahrungen. Ihre Familie sei vor Jahren aus Berlin nach Treuenbrietzen gezogen, nachdem ihr Sohn in einer Berliner Schule wiederholt Hetze und Ausgrenzung erfahren musste. An der Gesamtschule in Treuenbrietzen sei er aufgenommen worden und gehe heute wieder motiviert zum Unterricht.

Finanzielle Unterstützung für die Ausgestaltung des Jubiläumsfestes kam unter anderem aus dem Projekt „Du hast den Hut auf“. Die Schüler folgten dem Förderaufruf, konnten überzeugen und gehörten zu den Gewinnern des Kinder- und Jugendbeteiligungsfonds. Auch Sponsoren und der Schulförderverein unterstützten finanziell. Wobei Mandy Friedrich anmerkte, dass als ein Höhepunkt des Festes ein den Schülern bekannter Rapper eingeladen wurde. Die Finanzierung hierfür allerdings kurzfristig vom Landkreis gestrichen. Ärgerlich. Der Schulförderverein sprang ein und das offenbar nicht das erste Mal.

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