Das Leben der Gussie Adenauer
Sie war Ehefrau, Mutter, Stiefmutter und eine eigenständige Persönlichkeit in bewegten Zeiten: Auguste „Gussie“ Adenauer steht im Mittelpunkt einer Lesung am Donnerstag, 17. September, in der Bibliothek im Bahnhof.
Um 19 Uhr ist der Autor Christoph Wortberg zu Gast. Unter der Überschrift „Gussie – das berühmte Schicksal von Auguste Adenauer“ liest er aus seinem Roman und spricht anschließend im Gespräch mit Moderatorin Katarzyna Zorn über das Leben der außergewöhnlichen Frau.
Gussie Zinsser ist 24 Jahre alt, als sie den 19 Jahre älteren Witwer Konrad Adenauer heiratet und damit zur Stiefmutter seiner drei Kinder wird. Gemeinsam bekommen sie fünf weitere Kinder. Der Tod ihres erstgeborenen Kindes nach nur vier Tagen ist ein schwerer Schicksalsschlag. Als Frau des Kölner Oberbürgermeisters steht Gussie zudem in der Öffentlichkeit und engagiert sich selbstständig sozial und politisch.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten verändert sich das Leben der Familie grundlegend. Konrad Adenauer muss sich vor den Nationalsozialisten verstecken. Gussie bleibt mit den Kindern zurück und versucht, unter den schwierigen Bedingungen des Dritten Reiches den Alltag zu bewältigen. Schließlich wird sie von der Gestapo vor eine unmenschliche Entscheidung gestellt.
Der Roman setzt 1948 ein: Auguste Adenauer liegt im Bonner Johannes-Hospital und weiß, dass ihr nur noch wenige Tage bleiben. Auf dem Sterbebett lässt sie ihr Leben Revue passieren und erzählt ihre ganz persönliche, berührende Lebensgeschichte.
Christoph Wortberg studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte und absolvierte eine Schauspielausbildung. Er war am Theater und im Fernsehen tätig und arbeitet unter anderem als Hörbuchsprecher und Drehbuchautor. Zu seinen Arbeiten zählen Drehbücher, unter anderem für den Kölner „Tatort“ sowie preisgekrönte Jugend- und mehrere Kriminalromane.
Die Lesung findet in der Bibliothek, Bahnhofsplatz 5 in Luckenwalde statt. Der Eintritt kostet 10 Euro, mit gültigem Bibliotheksausweis 8 Euro. Karten sind in der Bibliothek erhältlich. Der Förderverein öffnet zudem das Café Wissensdurst und bietet Getränke auf Spendenbasis an. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Brandenburgischen Literaturbüro und der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg, statt.






