DDR-Leuchten finden ein dauerhaftes Zuhause im Potsdam Museum
Die Geschichte der Potsdamer Straßenbeleuchtung erhält einen dauerhaften Platz im Museum: Die Stadtbeleuchtung Potsdam hat dem Potsdam Museum zahlreiche historische Straßenleuchten aus DDR-Produktion übergeben. Die seltenen Exponate sollen künftig bewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Ausgangspunkt der Schenkung war die Ausstellung „Licht an!“, die bis März im Foyer des Potsdam Museums zu sehen war. Mehr als 3.000 Besucher informierten sich dort über die Entwicklung der Straßenbeleuchtung – von der Gaslaterne über Schinkelmasten bis hin zu typischen DDR-Leuchten. Das große Interesse an diesem oft übersehenen Kapitel der Stadtgeschichte führte nun zu einer Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Museum und Stadtbeleuchtung.
Stefan Dorendorf, Geschäftsführer der Stadtbeleuchtung Potsdam, sieht in der Übergabe einen wichtigen Schritt zur Bewahrung des kulturellen Erbes. „Diese Leuchten haben über Jahrzehnte das Stadtbild Potsdams geprägt. Durch die Aufnahme in die Sammlung des Potsdam Museums bleiben sie für kommende Generationen erhalten“, erklärte er. Bereits bei der Konzeption der Ausstellung seien Mitarbeitende seines Unternehmens beteiligt gewesen.
Auch Museumsdirektor Thomas Steller begrüßt die Schenkung. Alltagsgegenstände wie Straßenleuchten seien wichtige Zeugnisse ihrer Zeit. „Sie stehen für die DDR-Epoche und deren Verständnis von Modernität. Viele dieser Leuchten verschwanden nahezu unbemerkt aus dem Stadtbild. Umso größer ist das Interesse der Potsdamer, wenn solche Veränderungen im Museum sichtbar gemacht werden“, sagte Steller.
Für die technische Sammlung des Hauses bedeutet die Schenkung einen erheblichen Zugewinn. Hannes Wittenberg, stellvertretender Museumsdirektor und Betreuer der technischen Sammlung, verweist auf den dokumentarischen Wert der Objekte. Neben bereits vorhandenen Babelsberger Gaslaternen und historischen Schinkelleuchten ergänzten die DDR-Leuchten nun die Sammlung um wichtige Zeugnisse der Stadtentwicklung sowie der Technik- und Gestaltungsgeschichte.
Zu den markantesten Stücken zählen Leuchten mit volkstümlichen Namen wie „der Koffer“, „der Kochtopf“ oder der „Leipziger Tropfen“. Sie bleiben auch nach dem Ende der Sonderausstellung im Museum sichtbar und bilden den Auftakt der kostenfreien Dauerausstellung zur Potsdamer Stadtgeschichte.
Wer tiefer in die Geschichte der Potsdamer Straßenbeleuchtung eintauchen möchte, kann zudem die Begleitpublikation „Licht an!“ erwerben. Das reich bebilderte, 60 Seiten starke Heft des Ausstellungskurators Robert Leichsenring ist im Museumsshop für acht Euro erhältlich und zeichnet die Entwicklung der Straßenbeleuchtung in der Landeshauptstadt Potsdam ausführlich nach.






