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Mittwoch, 14. Oktober 2026

Digitale Erleichterung bei der Probenbearbeitung in Dahme-Spreewald

Dahme-Spreewald
Ein Screenshot von der DIWIMA-App
Die App „diwina“ kann kostenlos heruntergeladen werden. Sie ermöglicht eine Archivierung aller Daten, von der Probeannahme bis zur Übermittlung des Befundes. Foto: https://www.diwima.de/veterinaerbehoerden

Eine neue App hilft Jägern und dem Veterinäramt bei der Bearbeitung von Trichinenproben.​

Im Rahmen der Digitalisierung der Trichinenbeprobung stellt der Landkreis Dahme-Spreewald auf die sogenannte digitale Probenmarke „DiWiMa®“ um. Die Umstellung ermöglicht die Abgabe, Untersuchung und Freigabe der Trichinenproben papierlos durchzuführen. Dies geschieht durch eine App-basierte Registrierung, digitale Probenmarken und ein automatisiertes Laborverfahren.​

Stefan Wichary, Dezernent für Verbraucherschutz und Veterinärwesen: „Die digitale Trichinenbearbeitung ist ein bedeutender Fortschritt für die moderne Lebensmittelüberwachung. Sie verbindet höchste Standards im Verbraucherschutz mit zeitgemäßen Verwaltungsprozessen. Unser Ziel ist es, die Untersuchung auf Trichinen – insbesondere bei Wild- und Schweinefleisch – schneller, sicherer und nachvollziehbarer zu gestalten.“

Die App kann kostenlos herunterladen werden, zum Beispiel nach Eingabe des Suchbegriffs „diwima“ im Google Play Store oder im Apple App Store. Weitere Informationen sind abrufbar unter www.diwima.de.

Die neuen, nun erforderlichen Probenbeutel für die Trichinenproben sind ab sofort an den Standorten des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz in Lübben und Zeesen sowie an den bekannten Annahmestellen für Trichinenproben erhältlich. Die digitale Probenmarke („DiWiMa“) ist mit einem QR-Code versehen – ebenso der Probenbeutel, in den die Trichinenprobe reingelegt wird. Die Muskelprobe wird dann wie gewohnt bei der Veterinärbehörde des Landkreises abgegeben. Die Untersuchungskosten bleiben bei zehn Euro je Wildschweinprobe.

Hintergrund

Die Trichinenuntersuchung ist gesetzlich vorgeschrieben, um Verbraucher vor einer Infektion mit Trichinella-Parasiten zu schützen. Bislang erfolgte die Dokumentation häufig papierbasiert oder über isolierte Systeme. Die neue digitale Lösung ermöglicht nun eine vollständig elektronische Erfassung, Bearbeitung und Archivierung aller relevanten Daten – von der Probenannahme über das Untersuchungsergebnis bis hin zur automatisierten Befundübermittlung.

Wichtige Hinweise

Die bisherige Wildmarke der unteren Jagdbehörde ist weiterhin zwingend für jedes Stück Wild zu verwenden. Nur diese Nummer der Wildmarke ist für die digitale Jagdstatistik zu verwenden.

Für alles übrige Wild, für das keine Trichinenprobe erforderlich ist (wie Reh-, Rot- und Damwild) sind Wildmarke und Wildursprungsscheine wie bisher weiterzuverwenden, um die Einhaltung der Wildhandelsüberwachungsverordnung und die ordnungsgemäße Jagdstatistik sicherzustellen.

Bei der App-Nutzung für Wild zur Trichinenbeprobung werden die Daten in der App gespeichert und können ausgedruckt werden. Für die Wildvermarktung kann der Ausdruck verwendet werden oder der bisherige Wildursprungsschein. Die Daten sind für eine eventuelle Abfrage/Kontrolle durch die Untere Jagdbehörde (mindestens bis zum Ende des folgenden Jagdjahres) zu speichern und bei Bedarf elektronisch oder in Papierform zu übermitteln.

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