Drohnenbasierte Lösung für Einsatzkräfte des THW: Vernetzung im Krisenfall
Ob bei Hochwasser, einem Erdbeben oder anderen Katastrophen, ein zuverlässiges, leistungsstarkes Kommunikationsnetz ermöglicht mehr als den Austausch zwischen den Einsatzkräften: Aufklärungsdrohnen können so großflächige Schadenslagen erfassen und hochauflösende 2D- und 3D-Karten in Echtzeit an die Einsatzzentrale übermitteln. Über eine Satellitenanbindung können Rettungskräfte zudem Apps nutzen, die beispielsweise freie Krankenhauskapazitäten anzeigen oder Patienten in geeigneten Kliniken vorab ankündigen. Im Forschungsprojekt AMADEUS (Airborne reMote observAtion anD rEscUe ActivitieS) wurde eine mobile Breitbandlösung für Katastrophen- und Kriseneinsätze entwickelt, die unabhängig von bestehender Infrastruktur aus der Luft betrieben werden kann.
Bei der Abschlussveranstaltung auf dem Forschungsflugplatz Otto Lilienthal in Schönhagen demonstrierte das Projektkonsortium, bestehend aus der Technischen Hochschule Wildau, Fraunhofer FOKUS, der Hilfsorganisation CADUS e. V., Roboverse Reply, der Technischen Universität Berlin und MIT GmbH, das System in einem realitätsnahen Einsatzszenario. Über das von der Drohne bereitgestellte 5G-Netz steuerten Forschende aus einem Kontrollraum einen Roboter, der beispielsweise zur Personensuche in gefährlichen Umgebungen eingesetzt werden kann. Gleichzeitig übertrug eine Aufklärungsdrohne Videodaten in Echtzeit und unterstützte damit die Lageerkundung aus der Luft. Mehr Infos: www.th-wildau.de.






