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Donnerstag, 17. September 2026

Ein Hoch auf die Wildauer Eisenbahnen

Dahme-Spreewald, Wildau
GASAG Lok von vorn_ Bennedict Albrecht (002)
Bei einer besonderen Aktion in Rahmen der Ausstellung „Die erste Lokomotive aus Wildau“ wird die GASAG Lokomotive am 16. Mai, 14 Uhr, mithilfe einer VR-Brille für die Besucher erlebbar sein. ​ Visualisierung: Bennedict Albrecht

Engagierte, TH-Mitarbeiter, Ortschronisten und Schüler haben eine besondere Ausstellung auf die Beine gestellt, die noch bis zum 26. Mai 2026 im Wildauer Volkshaus besichtigt werden kann.​

Eisenbahnenthusiasten kommen in den nächsten Wochen in Wildau voll auf ihre Kosten. Nicht nur, dass in der Bibliothek der TH Wildau bis Ende Mai im Rahmen der Ausstellung „Die Eisenbahn in der Malerei“ Kunstdrucke von bekannten Künstlern gezeigt werden, so lockt auch die Ausstellung unter dem Titel „Die erste Lokomotive aus Wildau“ Besucher in das Foyer des Volkshauses in der Karl-Marx-Straße 36. Noch bis zum 26. Mai können Interessierte zu den Öffnungszeiten des Rathauses einen Blick riskieren. Und der lohnt sich besonders am Samstag, 16. Mai 2026, um 14 Uhr, wenn ein Teil der Wildauer Eisenbahngeschichte lebendig wird.​

„Die Ausstellung ist klein und kompakt, gliedert sich aber trotzdem in sechs Schwerpunkte“, erklärt Ortschronist Klaus Steinborn, der zusammen mit seinem Mitstreiter Klaus-Dieter Gehrmann, Manfred Neumann vom Wildauer Verein der Ingenieure, Techniker und Wirtschafter, Benedict Albrecht und Sören Schölecke vom ViNN:Lab der TH Wildau und über 100 Grundschülern an den Inhalten der Ausstellung beteiligt war. Letztere fertigten 107 Bilder rund um die Eisenbahn an, von denen 37 vor Ort ausgestellt sind. „Da alle Bilder es wert waren ausgestellt zu werden, läuft über eine Dia-Show eine Präsentation aller Bilder auf einer gesonderten Leinwand im Ausstellungsraum“, erklärt Klaus Steinborn.

Wildauer Grundschulkinder bereichern die Ausstellung mit ihren farbenfrohen Bildern.
Foto: Susanne Thäsler-Wollenberg

Eine Lokomotive im Rathaus​

„Die erste komplett in Wildau hergestellte Lokomotive wurde am 13. April 1901 an die Königliche Eisenbahndirektion Posen ausgeliefert. Diese Ausstellung beschäftigt sich nicht nur mit dieser einen Lokomotive, sondern betrachte die gesamte Lokomotiven-Produktion in Wildau von 1901 bis 1945“, erklärt Klaus Steinborn, Mitorganisator der Ausstellung „Die erste Lokomotive aus Wildau“ die derzeit im Foyer des Volkshauses zu sehen und auch zu erleben ist. Denn neben vielen interessanten Informationen zur Geschichte der Berliner Maschinenbau AG (BMAG), die über 10.000 Lokomotiven in Wildau hergestellt haben, von denen es heute noch 224 auf der ganzen Welt gibt, ist die virtuelle Darstellung der ältesten in Deutschland erhaltenen Schwartzkopff Lokomotive, eines der Highlights der Ausstellung. Von der 1901 gebauten Lok, die sich derzeit im Technik Museum in Berlin befindet, haben Mitarbeiter des ViNN:Lab der TH Wildau hunderte Bilder aufgenommen und diese digital wieder zusammen gesetzt, sodass sich Besucher mithilfe einer VR-Brille die Lokomotive aus allen Winkeln ansehen und diese sogar begehen können. ​

„Zurzeit arbeitet die TH Wildau an mehreren solcher Projekte“, erklärt Steinborn. „Dies ist vielleicht die Zukunft, wie wir museale Objekte ‚körperlich‘ dauerhaft aufbewahren oder auch nicht mehr vorhandene Objekte wieder erstehen lassen.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Mai 2026 zu den Öffnungszeiten des Volkshauses und bei freiem Eintritt zu besichtigen.

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