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Montag, 13. April 2026

Ein innovatives, interkommunales Schulbauprojekt nimmt Gestalt an

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von links: Schulleiterin Frau Fank, Markus Witteck, Christian Hentschel und Carsten Hense kamen zum Schließen des Projektsvertrags im Schönefelder Rathaus zusammen. Foto: Gemeinde Schönefeld

Die Gemeinden Schönefeld und Schulzendorf wollen gemeinsam eine interkommunale Grundschule bauen. Im Sommer 2028 soll dort der erste Unterricht starten.

Die Gemeinden Schönefeld und Schulzendorf haben sich auf einen außergewöhnlichen Weg begeben – die Errichtung einer interkommunalen Grundschule. Das Projekt ist mehr als nur ein Schulneubau: Es ist ein Beispiel für gelungene kommunale Kooperation in Zeiten großer demografischer und finanzieller Herausforderungen.​

Um den gestiegenen Bedarf an Schulplätzen aufgrund des starken Zuzugs in der Flughafenregion zu decken und den Bau einer Grundschule zu realisieren, erwarb die Gemeinde Schönefeld im vergangenen Jahr ein Grundstück in Schulzendorf. Nach einem aufwendigen Wettbewerb wurde der Vergabeprozess für Errichtung und Betrieb der Schule nun erfolgreich abgeschlossen. Die Kommunen entschieden sich nicht für das billigste, sondern das wirtschaftlichste Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Unternehmen Goldbeck erhielt den Zuschlag und wird den Schulbau in einem PPP-Modell (Public-Private-Partnership) verwirklichen, das heißt die Kommunen werden im Bau- und Facility Management entlastet. Schulträger wird die Gemeinde Schönefeld sein.

Am 10. März wurde der Projektvertrag zwischen der Gemeinde Schönefeld und der Goldbeck Public Partner GmbH im Rathaus der Gemeinde Schönefeld unterschrieben. Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel betonte dabei, dass die Kommunen aus dem nördlichen Landkreis die interkommunale Zusammenarbeit leben würden. „Die Interkommunale Grundschule Schönefeld-Schulzendorf zeigt, dass wir mehr erreichen, wenn wir unsere Kräfte bündeln. Für mich ist es nicht nur ein Brandenburger Leuchtturmprojekt, weil eine Schönefelder Grundschule auf Schulzendorfer Terrain für eine interkommunale Nutzung entsteht, sondern auch weil die Auftragsvergabe für die Errichtung auch gleichzeitig einen 25-jährigen Betrieb der Immobilie durch den Auftragnehmer beinhaltet“, so Hentschel.

Auch Schulzendorfs Bürgermeister Markus Witteck zeigt sich erfreut über das Zustandekommen der Partnerschaft: „Ich bin überzeugt davon, dass der Bau eine tolle Sache wird, auch wenn ich das Vorhaben aus finanzieller Sicht für unsere Gemeinde kritisch sehe.“

Entstehen soll eine dreizügige Grundschule mit Dreifeldsporthalle auf einer Gebäudegrundfläche von etwa 8.900 Quadratmetern am Miersdorfer Weg in Schulzendorf. Die geplante Fertigstellung ist für Juli 2028 geplant, danach beginnt die 25-jährige Betriebsphase. Dem Gebäude liegt ein Konzept zugrunde, das Flächeneffizienz mit hoher Aufenthaltsqualität verbindet. Geschützte Lernecken bieten Rückzugsmöglichkeiten, während großzügige Fensterfronten für natürliche Belichtung sorgen. Der westliche Gebäudeflügel ist multi-funktional nutzbar und kann von einer einfachen Pausenhalle in einen Festsaal für bis zu 500 Personen umfunktioniert werden. Verkehrsströme sind streng getrennt: Pkw, Fußverkehr, Fahrräder und Schulbusse haben separate Wege mit eigenen Parkmöglichkeiten. Nach der Fertigstellung steht eine spezialisierte Objektleitung zur Verfügung. Ein vor Ort ansässiger Haustechniker kümmert sich um technische Belange.

Carsten Hense, Geschäftsführer Goldbeck Public Partner GmbH: „Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel für eine gute Funktionalität, gute Qualität mit entsprechenden finanzierbaren Bau- und Betriebskosten. So sollte moderne öffentliche Infrastrukturbeschaffung aussehen. Ich beglückwünsche die beteiligten Kommunen zu Ihrem Mut.“ 

Innovative Lösungen sind also möglich, wenn Kommunen zusammenarbeiten und wenn Bau und Betrieb aus einer Hand erfolgen – ein Modell, das Schule machen könnte.

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