„Eine Schweinerei“: Bürgermeister Knuth rechnet nach Vandalismus in Fichtenwalde ab
Große Empörung in Fichtenwalde: Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag (23. Juli) die Toilettenanlage am Sportplatz in der Mittelstraße erheblich verunstaltet. Bürgermeister Bernhard Knuth verurteilt die Tat scharf und macht deutlich, dass Vandalismus nicht nur Sachschäden verursacht, sondern letztlich zulasten der gesamten Gemeinschaft geht.
Nach Angaben der Stadt wurden die Türen des Toilettenhäuschens mit Schmierereien versehen. Zudem stopften die Täter komplette Rollen Toilettenpapier in die Toiletten und verstopften die Waschbecken mit Papier und Verpackungsmaterial.
„Eine Schweinerei“
Für Bürgermeister Bernhard Knuth ist das Verhalten der Täter völlig unverständlich. „Wir haben gemeinsam mit dem Ortsbeirat in den Sportplatz investiert und dort Toiletten sowie Lagerräume geschaffen, damit Sportvereine und auch die Kinder der Fichtenwalder Kita bestmögliche Bedingungen vorfinden. Dass Menschen mit diesen Einrichtungen derart respektlos umgehen, ist einfach eine Schweinerei“, erklärt der Bürgermeister.
Die Stadt habe in den vergangenen Jahren bewusst in die Infrastruktur investiert, um den Sportstandort aufzuwerten und den Vereinen sowie den jüngsten Einwohnerinnen und Einwohnern gute Bedingungen zu bieten.
Sticker und Graffiti nehmen zu
Neben den aktuellen Schäden bereitet der Verwaltung auch eine andere Entwicklung Sorgen: In den vergangenen Monaten habe insbesondere in Fichtenwalde die Zahl von Stickern und Graffiti deutlich zugenommen. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass Menschen Geld für Sticker ausgeben, um anschließend das Erscheinungsbild einer Kommune zu beeinträchtigen“, so Knuth. Die Kosten für die Beseitigung solcher Schäden müssten aus dem städtischen Haushalt finanziert werden – Geld, das an anderer Stelle fehle. Besonders betroffen seien freiwillige Leistungen der Stadt, etwa im Bereich der Jugendarbeit. „Wer unsere Stadt mit Stickern, Graffiti oder Vandalismus verunstaltet, sorgt letztlich dafür, dass weniger Geld für soziale Projekte vorhanden ist“, betont der Bürgermeister.
Entfernung nur noch bei Sicherheitsrisiken
Die Stadt hat inzwischen Konsequenzen gezogen. Sticker im öffentlichen Raum werden künftig nur noch entfernt, wenn sie die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Bei allen anderen Fällen sieht sich die Verwaltung kaum noch in der Lage, dauerhaft gegenzusteuern. Der Grund: Kaum ist ein Aufkleber entfernt, tauchen kurze Zeit später mehrere neue an derselben Stelle auf. Aus Sicht der Stadt ist der personelle und finanzielle Aufwand inzwischen kaum noch zu bewältigen.
Mit seinem Appell hofft Bürgermeister Knuth auf mehr Verantwortungsbewusstsein: Sportliche Wettkämpfe sollten auf dem Spielfeld oder in der Turnhalle ausgetragen werden – und nicht durch Vandalismus, Sticker oder Graffiti im öffentlichen Raum.






