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Sonntag, 11. Oktober 2026

Erfolgsgeschichte des Engagements

Dahme-Spreewald, Königs Wusterhausen
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Im Rathaussaal trafen sich Ehrenamtler, um 20 Jahre Freiwilligenzentrum zu feiern. Bürgermeisterin Michaela Wiezorek (rechts) bedankte sich unter anderem bei Birgit Uhlworm (links) für ihren unermüdlichen Einsatz. Foto: Stadt Königs Wusterhausen

Seit 20 Jahren verbindet das Freiwilligenzentrum Königs Wusterhausen Menschen mit sinnstiftenden Aufgaben. Über 240 Ehrenamtliche haben in 51 Projekten – von Lesepaten über Flüchtlingshilfe bis hin zum Ämterbeistand – die Stadt lebenswerter gemacht. Der Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte.

Das Freiwilligenzentrum ist die Drehscheibe, die Menschen und Einsatzstellen zusammenbringt. Innerhalb von 20 Jahren konnten 244 Ehrenamtliche bei 51 Einsatzstellen eine sinnstiftende Aufgabe übernehmen. Zu den Projekten gehören beispielsweise: Lesepate an Grundschulen, die Flüchtlingshilfe, der Ämterbeistand oder der Wegewart. Über das Freiwilligenzentrum sind die ehrenamtlich Tätigen während sie ihre Aufgaben wahrnehmen haftpflicht- und unfallversichert.

„Ich freue mich, dass wir heute dieses Jubiläum feiern können. Birgit Uhlworm mit ihrer unermüdlichen Art hat einen großen Anteil daran“, sagte Bürgermeisterin Michaela Wiezorek während der Festveranstaltung anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Freiwilligenzentrums. „Mein Dank geht auch an die Ehrenamtlichen. Ich bin beeindruckt von Ihrer Motivation, Ihrem Engagement und Ihrem Durchhaltevermögen, mit dem Sie die Aufgaben angehen, um andere Menschen auf vielfältige Art und Weise zu unterstützen. Sie sorgen dafür, dass unsere Stadt lebenswert ist. Ich hoffe, dass es uns gelingt, Nachwuchs für die verschiedenen Projekte zu finden, damit unsere Stadt auch weiterhin ein lebenswerter Ort bleibt.“

Hintergrund

Das Freiwilligenzentrum Königs Wusterhausen ist für alle diejenigen die richtige Anlaufstelle, die in ihrer Freizeit oder im Ruhestand eine sinnstiftende Aufgabe suchen, aber nicht Mitglied in einem Verein sein wollen. Es ist dem unermüdlichen Einsatz von Birgit Uhlworm, Geschäftsführerin der SHIA e. V. – Landesverband Brandenburg, zu verdanken, dass das Freiwilligenzentrum seit 20 Jahren Frauen und Männern hilft, ihren Platz im weit gefächerten Feld der ehrenamtlichen Tätigkeiten zu finden.

Viele der Anwesenden sind bereits seit über zehn Jahren dabei. Als Lesepatin hat eine Dame bereits mehrere Klassen begleitet. Sie liest nicht nur mit den Grundschüler*innen sondern hilft ihnen in enger Abstimmung mit der Klassenlehrerin auch in Mathematik oder bereitet mit Bastelprojekten Veranstaltungen an der Schule vor.

Ehrenamt ist vielfältig

Zwei Anwesende berichteten im Rahmen der Festveranstaltung über ihre Arbeit mit Flüchtlingen.
Einer von ihnen begleitet seit 2015 verschiedene arabischsprachige Familien, hilft ihnen sich in Deutschland zurechtzufinden, Schriftstücke der Behörden zu lesen oder erklärt, dass ein Rauchmelder keine Überwachungstechnik ist. Freude macht es ihm zu sehen, dass die Familien erfolgreich sind: Die Kinder studieren oder machen gerade Abitur, andere haben die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Sie bietet Deutschkurse in einer Flüchtlingsunterkunft an und hilft ebenfalls bei Behördengängen.

Andere berichten, dass sie als Ämterbeistand Menschen zum Jugendamt, dem Jobcenter und anderen Behörden begleiten. Ein Ämterbeistand stärkt den Betroffenen den Rücken, wenn beispielsweise Widersprüche besprochen werden. Aber auch als Streitschlichter*innen, Wegewart*innen und Quartierskümmerer*innen engagieren sich die Menschen. Andere in der Runde sind noch auf der Suche nach dem richtigen Ehrenamt, fühlen sich durch die Beispiele aber gut informiert.

Denn Ehrenamt ist in Königs Wusterhausen vielfältig. In Sport-, Dorf- und Kulturvereinen sowie der Feuerwehr engagieren sich Menschen, damit andere ihr Training absolvieren, bei einem Fest tanzen oder eine Ausstellung ansehen können. Es gibt Vereinsmitglieder, die sich um die Sauberkeit in der Natur und den Ortsteilen, die Erinnerung an die Historie der Stadt oder die Pflege der Igel kümmern. Menschen, die sich in ihrer Freizeit für andere einsetzen, stärken den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

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