EWP startet Bohrungen für Tiefengeothermie am Heizkraftwerk Potsdam Süd
Die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) treibt den Ausbau erneuerbarer Wärmequellen voran und startet am Heizkraftwerk (HKW) Potsdam Süd mit Bohrungen zur Tiefengeothermie. Ziel des Projekts ist es, das Erdwärmepotenzial im Süden der Landeshauptstadt zu erschließen und damit einen weiteren Baustein für eine nachhaltige Wärmeversorgung zu schaffen.
Die Vorbereitungen auf dem Gelände des HKW Potsdam Süd laufen bereits seit Ende Juni. Seit dem 22. Juni 2026 wird die Bohranlage aufgebaut. Anfang Juli beginnt die erste Bohrphase, die im durchgehenden 24-Stunden-Betrieb durchgeführt wird. Die Arbeiten sind zunächst bis Ende 2026 geplant. Anwohnerinnen und Anwohner im Umfeld des Standorts wurden vorab schriftlich über den Beginn der Maßnahmen informiert.
Mit dem neuen Projekt knüpft die EWP an ihre bisherigen Erfahrungen im Bereich Tiefengeothermie an. Nachdem bereits an der Heinrich-Mann-Allee eine erste Tiefengeothermieanlage erfolgreich in Betrieb genommen wurde, richtet sich der Fokus nun auf den südlichen Teil Potsdams. Die bevorstehenden Bohrungen sollen nicht nur die Grundlage für die zukünftige Nutzung von Erdwärme schaffen, sondern auch wichtige Erkenntnisse über die geologischen Schichten sowie das vorhandene Erdwärme- und Solepotenzial liefern.
Die Tiefengeothermie spielt eine zentrale Rolle in den Plänen der EWP für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Am Standort des Heizkraftwerks Süd entsteht ein moderner Erzeugerpark, der verschiedene nachhaltige Technologien miteinander verbindet. Neben der Nutzung von Erdwärme sind dort auch Blockheizkraftwerke sowie eine Flusswasserwärmepumpe vorgesehen.
Mit den Bohrungen setzt die EWP einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in Potsdam und zur langfristigen Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung für die Landeshauptstadt.






