EXPO als Chance für die Kommunen in Dahme-Spreewald
Eine Initiative fordert, die Weltausstellung 2035 als Hebel für schnellere Planung und Bürokratie zu nutzen.
Die Diskussion um eine Bewerbung der Bundesländer Berlin und Brandenburg für die Weltausstellung 2035 nimmt rasant an Fahrt auf. Nach dem angelaufenen Prüfprozess der beiden Landesregierungen schalten sich nun die CDU-Fraktionen im direkten Umfeld des BER mit einer gemeinsamen Initiative ein. Die CDU-Vorsitzenden Mark Scheiner aus Wildau, Michael Wolter aus Zeuthen, Stephan Gruhlke aus Eichwalde, Guido Thieke aus Schulzendorf und Christian Lazarus-Möbus aus KW fordern, in zeitgleich eingereichten Anträgen, die Kommunalpolitik dazu auf, die Landesregierung dafür zu sensibilisieren, dass die EXPO eine einmalige Chance darstelle, um den bisher fehlenden Entwicklungsschub am BER und dessen Umfeld anzustoßen. Der BER solle von Beginn an als ein Kernstandort der EXPO 2035 festgeschrieben werden, so die Initiative.
Im Fokus steht auch die Forderung nach Planungsbeschleunigung. Langwierige Planungs-, Bau- und Genehmigungsverfahren durch eine Sonderregelung zu verkürzen würde den Anrainerkommunen auch weit über das Ausstellungsjahr hinaus helfen. „Sei es beim dringenden Wohnungsbau, dem Kita- und Schulneubau oder bei Erweiterung der Gewerbegebiete“, erklärt die Initiative.
Zudem sieht Christian Lazarus-Möbus aus Königs Wusterhausen die Chance auch endlich den Turbo beim Ausbau von Bus, Bahn und Infrastruktur zu zünden. Wo Mark Scheiner die EXPO für Wildau als Plattform für die Forscher und Entwickler aus der Hochschulstadt sieht, verweist Guido Thieke aus Schulzendorf auch auf die Chance für ansässige Unternehmen im Handwerk oder der Gastrobranche von der Weltausstellung auch finanziell zu profitieren.






