Familien, Fachkräfte der sozialen Arbeit und Netzwerkpartner demonstrieren vor Kreistagssitzung
Mit Trillerpfeifen, Babyrasseln und demonstrativem Gehörschutz ziehen Familien im Landkreis Potsdam-Mittelmark am Donnerstag, 8. Oktober, vor den Kreistag. Ab 14 Uhr protestieren sie vor dem KulturHaus Locktow gegen die vom Landkreis geplanten Haushaltskürzungen im Bereich der Familienzentren.
Unter dem Motto „Für den Erhalt der Familienzentren und für starke Familien im Landkreis“ wollen die Protestierenden ein Zeichen setzen, bevor die Abgeordneten zur Kreistagssitzung zusammenkommen. Die Organisatoren fordern die Rücknahme der Sparpläne und eine verlässliche Zukunftssicherung für die sozialen Anlaufstellen.
„Die Familienzentren im Landkreis leisten unersetzbare Arbeit für frühkindliche Bildung, die Vernetzung von sozialen Gruppen, Förderung von ehrenamtlichem Engagement und generationsübergreifender Begegnung, Demokratiebildung und die Entlastung von Familien und deren sozialräumlichem Netzwerk. Familienzentren sind Orte für Toleranz, Vielfalt und erlebbare Gemeinwesenarbeit. Wer hier den Rotstift ansetzt, spart an der Zukunft unserer Kinder und schwächt das soziale Fundament in Potsdam-Mittelmark.“ so die Veranstalter.
Das Bündnis aus freien Trägern der Familienzentren und verschiedenen betroffenen Kommunen warnt in einem gemeinsamen Positionspapier vor Schließungen und dem Wegfall präventiver Angebote, insbesondere in ländlichen Regionen. Der Protest ist bewusst familienfreundlich gestaltet: Da auch viele Kleinkinder vor Ort sein werden, bringen die Protesttierenden neben Rasseln auch Ohrenschützer für die Jüngsten mit, um den symbolischen Charakter des „lautstarken Protests“ kinderfreundlich zu gestalten. Die Kundgebung ist bis 16 Uhr direkt vor dem Tagungsort des Kreistags geplant.






