Gedenken an Max Dortu: Potsdam erinnert an den Revolutionär und Freiheitskämpfer
Die Landeshauptstadt Potsdam erinnert am Donnerstag, 31. Juli, an den Revolutionär und Freiheitskämpfer Maximilian „Max“ Dortu. Mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung und einer anschließenden Lesung wird an den Potsdamer erinnert, der sich während der Revolution von 1848/49 für Freiheit, Demokratie und eine republikanische Ordnung einsetzte – und dafür im Alter von nur 23 Jahren sein Leben verlor.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel würdigt Dortus Vermächtnis als Mahnung für die Gegenwart: „Für den Potsdamer Max Dortu waren Freiheit, demokratische Werte und Rechtsstaat keine abstrakten Begriffe. Er kämpfte für eine republikanische Ordnung und wurde mit 23 Jahren dafür hingerichtet. Sein Leben und Wirken zeigen uns, wie blutig die Rechte erkämpft wurden, die uns heute – wie unsere Presse- und Meinungsfreiheit – so selbstverständlich erscheinen. Sein Wirken und das vieler seiner Mitstreiter erinnert uns daran, dass es mutige Menschen und entschlossenes Handeln braucht, um demokratische und freiheitliche Werte zu erstreiten. Max Dortu lebte und starb für seine Überzeugung. Wir müssen heute weniger mutig sein als er, aber genauso entschlossen, um unsere Demokratie zu verteidigen und auszubauen.“
Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.00 Uhr am Geburtshaus Max Dortus, der heutigen Dortuschule in der Dortustraße 28. Im Anschluss sind Interessierte zu einer Lesung im Rokokosaal des Gebäudes eingeladen. Ute Grimm (Die Andere), Autor Bernt Armbruster und Sprecher Christian Leonhardt präsentieren zeitgenössische Texte, die das Leben und Wirken Dortus sowie die bewegte Zeit der Revolution von 1848/49 lebendig werden lassen. Der Eintritt ist frei.
Max Dortu gehört zu den bekanntesten Freiheitskämpfern der Revolution von 1848/49. Nach seiner Beteiligung an den demokratischen Erhebungen wurde er am 31. Juli 1849 in Wiehre bei Freiburg standrechtlich erschossen. In diesem Jahr wäre der Potsdamer 200 Jahre alt geworden. Sein Einsatz für Demokratie und Freiheit bleibt bis heute ein bedeutender Teil der Potsdamer Erinnerungskultur.






