Gesamtschule Ludwigsfelde als „Verbraucherschule Silber“ ausgezeichnet
Die Bildungseinrichtung in Ludwigsfelde wurde am 23. März 2026 als eine von nur drei Verbraucherschulen im Land Brandenburg ausgezeichnet – und das nicht zum ersten Mal.
Gezielte Werbung auf Social Media oder Schuldenfallen beim Online-Shopping: Schon junge Menschen sind aktive Verbraucher. Um sie frühzeitig in die Lage zu versetzen, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen, braucht es starke Verbraucherbildung. Am 23. März zeichnete der Verbraucherzentrale Bundesverband 121 Schulen aus 15 Bundesländern aus, die Kinder und Jugendliche auf ihr Handeln als Verbraucher vorbereiten. Dabei kommen drei Schulen aus dem Land Brandenburg: Neben der Gesamtschule der Stadt Ludwigsfelde (ehemalige Gottlieb-Daimler-Schule), die als „Verbraucherschule Silber“ ausgezeichnet wurde, waren es die Oberschule „Johann Heinrich August Duncker“ in Rathenow und die Gesamtschule „Peter Joseph Lenné“ in Potsdam, die beide das Prädikat „Verbraucherschule Gold“ erhielten.
Praxisnahe Vorbereitung
„Die ausgezeichneten Schulen zeigen eindrucksvoll, wie sie praxisnah und wirkungsvoll Kinder und Jugendliche auf ein selbstbestimmtes Leben als Verbraucher:innen vorbereiten. Wir beglückwünschen die drei Brandenburger Schulen, die mit kreativen Projekten Alltagswissen vermitteln und Verbraucherschutz ganz praktisch angehen“, so Christian A. Rumpke, Vorstand der Verbraucherzentrale Brandenburg. Die Auszeichnung, die bereits zum achten Mal vergeben wird, steht unter der Schirmherrschaft von Bundesverbraucherschutzministerin Dr. Stefanie Hubig. Gefragt sind Aktivitäten und Projekte in den Bereichen Finanzen, Ernährung, Medien und nachhaltiger Konsum.
An der Ludwigsfelder Gesamtschule gehört dazu die Gründung einer Schülerfirma, die als Wahlpflichtkurs angeboten wird. Zudem gibt es Workshops mit außerschulischen Partnern, bei denen die Schüler einen Einblick in die Welt der Finanzen erhalten. Auch der Weg in die erste eigene Wohnung wurde thematisiert, die lange Reise der Jeans, die Energiewende und „Gesund schmeckt besser“.
Für die Verbraucherzentrale Brandenburg ist ganz klar, dass Verbraucherbildung in sämtliche Schulen gehört und prüfungsrelevant werden müsse. „Sie ist eine Schlüsselkompetenz, die bislang nicht an allen Schulen in Brandenburg gleichermaßen gelebt wird. Starke Verbraucherbildung schützt die Erwachsenen von morgen vor finanziellen und digitalen Risiken und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dafür braucht es unabhängige, praxisnahe Unterrichtsmaterialien sowie gezielte Unterstützung für Lehrkräfte. Und Verbraucherbildung muss hierzulande endlich prüfungsrelevant verankert werden“, so Rumpkes Forderung an den neuen Brandenburger Bildungsminister.





