Geschichte am Telefon erleben: Neue Führung durch die Gedenkstätte Lindenstraße Potsdam
Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße erweitert ihr Angebot um ein neues barrierearmes Vermittlungsformat. Am 12. Juli können Interessierte die Gedenkstätte erstmals im Rahmen einer Telefonführung kennenlernen – ganz bequem von zu Hause aus.
Mit dem Angebot „Bei Anruf Kultur“ möchte die Gedenkstätte Menschen erreichen, die historische Orte aufgrund von Mobilitätseinschränkungen, Entfernung oder anderen Barrieren nicht persönlich besuchen können. Die Teilnahme ist kostenfrei und ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zur Geschichte eines der bedeutendsten Erinnerungsorte Potsdams.
Die Gedenkstätte Lindenstraße befindet sich in einem ehemaligen Gerichts- und Gefängniskomplex im Herzen der Landeshauptstadt. Sie erinnert an politische und rassistische Verfolgung sowie Haft in der Zeit des Nationalsozialismus, der sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Gleichzeitig dokumentiert sie die Überwindung der SED-Diktatur durch die Friedliche Revolution von 1989/90.
Während der einstündigen Telefonführung erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die bewegte Geschichte des historischen Gebäudekomplexes. Vorgestellt werden das im Barock errichtete „Große Holländische Haus“, in dem ab 1820 verschiedene Gerichte untergebracht waren, sowie der später entstandene Gefängnistrakt. Zudem werden Schicksale von Menschen beleuchtet, die aus unterschiedlichen Gründen an diesem Ort inhaftiert wurden.
Begleitet wird die Führung von Guide Christine Jeep. Ziel des Formats ist es, möglichst vielen Menschen die Auseinandersetzung mit der Geschichte politischer Verfolgung und Haft im 20. Jahrhundert zu ermöglichen und neue Wege der kulturellen Teilhabe zu eröffnen.
Die Führungen wird am 12. Juli von 15.00 bis 16.00 Uhr stattfinden. Eine Anmeldung wird unter https://www.beianrufkultur.de/programm/termin/politische-haft-und-verfolgung-im-20-jahrhundert entgegen genommen.
Das Angebot wird mit freundlicher Unterstützung des Museumsverbands des Landes Brandenburg e.V. ermöglicht.





