Geschichte entdecken und gemeinsam anpacken: Einladung auf den Jüdischen Friedhof Potsdam
Das Projekt „Besser begegnen“ der Potsdamer Bürgerstiftung lädt am Sonntag, 5. Juli, zu einer besonderen Veranstaltung auf den Jüdischen Friedhof am Pfingstberg ein. Besucher erwartet ab 11.00 Uhr eine Führung über das historische Gelände sowie ein gemeinsamer Arbeitseinsatz.
Unter dem Motto „Begegnung stärkt Zusammenhalt“ setzt sich das Projekt „Besser begegnen“ für Dialog, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte und Gegenwart ein. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, einen bedeutenden Ort jüdischen Lebens in Brandenburg kennenzulernen und zugleich aktiv zu seinem Erhalt beizutragen.
Bei einem geführten Rundgang vermittelt der Förderverein Jüdischer Friedhof Potsdam spannende Einblicke in die Geschichte des Friedhofs und seiner zahlreichen Grabanlagen. Der Jüdische Friedhof Potsdam gilt als der größte und am besten erhaltene jüdische Friedhof Brandenburgs. Die Anlage mit ihren 532 historischen Gräbern, der Trauerhalle und dem Gärtnerhaus gehört zum UNESCO-Welterbe. Nach jahrzehntelanger Schließung wurde der Friedhof 1992 wieder reaktiviert und wird seitdem erneut für Begräbnisse nach jüdischem Ritus genutzt.
Im Anschluss an die Führung sind die Teilnehmenden eingeladen, bei einem gemeinsamen Pflegeeinsatz mitzuhelfen. Der 1743 angelegte Friedhof ist ein bedeutendes Kulturdenkmal, dessen Erhalt kontinuierliche Pflege erfordert. Gleichzeitig bietet der Arbeitseinsatz Gelegenheit für Gespräche, Austausch und neue Begegnungen.
„Mit unseren Angeboten möchten wir ein offenes Miteinander und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Wir freuen uns auf viele Potsdamer, die sich für die jüdische Geschichte und Gegenwart und für unser Projekt interessieren“, sagt Larkin Liederwald vom Projekt „Besser begegnen“.
Für den Arbeitseinsatz werden wettergerechte Kleidung und Gartenhandschuhe empfohlen. Männliche Besucher benötigen auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung.





