Gesperrte Wildbrücke über B101: Mehrere Varianten und neue Umleitungen
Für die aus Sicherheitsgründen gesperrte Brücke über die B101 bei Thyrow, wegen der die Straße teilweise voll gesperrt ist, soll bis September 2026 eine Entscheidung getroffen werden.
Das ist das Ergebnis einer Fachkonferenz unter Leitung von Infrastrukturminister Robert Crumbach, der „alle möglichen Wege zur Wiederherstellung der Verkehrsverbindung parallel und mit Hochdruck“ verfolgen beziehungsweise vorbereiten lassen möchte. „Die DEGES muss für jede Variante belastbar darlegen, was sie kostet, wie lange Planung, Vergabe und Bau dauern und welche technischen, rechtlichen und sonstigen Risiken bestehen.“ Crumbach verlangt eine belastbare Entscheidungsgrundlage bis Anfang September. „Dann entscheiden wir über die Variante, mit der die B 101 sicher und am schnellsten wieder befahrbar sein wird. Planungs- und Vorbereitungsschritte dürfen nicht erst nach dieser Entscheidung beginnen, sondern müssen im Hinblick auf alle Varianten parallel laufen.“
Die bislang zur Auswahl stehenden Varianten sind beispielsweise Maßnahmen zur Unterstützung des Bauwerks, eine Ablastung der Grünbrücke durch den Abtrag von Überschüttungsmaterial sowie eine bauwerksnahe Umfahrung. Derzeit wird dazu laut dem brandenburgischen Infrastrukturministerium ein notwendiges statisches Modell erstellt und geprüft. Auf dessen Grundlage sollen die Schäden am Bauwerk, die Standsicherheit sowie die Voraussetzungen für mögliche Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen verlässlich bewertet werden.
Zum einen wird geprüft, ob zur Sicherung des Bauwerks eine Unterstützung technisch und statisch möglich ist. Des Weiteren wird die Ablastung des Bauwerks durch einen kontrollierten Abtrag von Erd- und weiteren Auflasten als Variante untersucht. Für diese Variante werden derzeit etwa 20 bis 25 Arbeitstage und Kosten von rund 200.000 Euro angenommen. Ob und unter welchen Voraussetzungen die Maßnahmen die Standsicherheit ausreichend wiederherstellen können, muss aber der statische Nachweis noch klären.
Daneben befindet sich eine Umfahrung in der Prüfung, die bauwerksnah verlaufen könnte. Die reine Bauzeit wird derzeit auf rund 40 Arbeitstage geschätzt. Hinzu kommen die erforderlichen Planungen, einschließlich naturschutzfachlicher Prüfungen und Vergaben. Die Kosten werden vorläufig mit rund 1,3 Millionen Euro veranschlagt. Sollte diese Variante umsetzbar sein, könnte sie eine von der Grünbrücke unabhängige Verkehrsführung ermöglichen, während deren Sanierung vorbereitet und umgesetzt wird.
Sperrung fällt seit 19. August 2026 kleiner aus
Seit 31. Juli ist die B 101 im Bereich der Grünbrücke bei Thyrow voll gesperrt. Bei einer Bauwerksprüfung waren Risse am Holztragwerk festgestellt worden. Die Ursache wird derzeit untersucht. Ein Gutachter hat einer Verkehrsfreigabe unter der Brücke bislang nicht zugestimmt. Seit Mittwoch, sind aber die Anschlussstellen Thyrow und Trebbin wieder geöffnet. Aus Süden kommend werden Verkehrsteilnehmer über die K7232, K7233 und anschließend die L795 nach Thyrow geführt, wo sie auf die B101 auffahren können. In Richtung Süden wird der Verkehr in Thyrow von der B101 abgeleitet, dann über die L795 in Richtung Märkisch Wilmersdorf und Nunsdorf auf die B246. Über Christinendorf wird der Verkehr wieder auf die B101 geführt.
Zusätzliche Sperrung der B101
Für die B101, die die größte Verkehrsader in den Süden des Landkreises ist, gibt es ab 24. August im Bereich der Ortsumfahrung Luckenwalde Süd eine weitere Vollsperrung. Dort sollen bis voraussichtlich 9. September notwendige Straßenerhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die Verkehrsfreigabe ist für 10. September geplant. Der Verkehr wird umgeleitet. Es wird empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren und – soweit möglich – die ausgeschilderten Alternativen über die B 115 und B 96 oder über die B 102 und B 2 zu nutzen.⇥zig






