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Mittwoch, 15. Juli 2026

Große Investitionen in Stahnsdorf geplant

Stahnsdorf
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Ein Bürgerhaus mit einem 220 Quadratmeter großen Mehrzweckraum wird am entstehen. Foto: Gemeinde Stahnsdorf

Die Gemeinde Stahnsdorf kann mit einer kräftigen Finanzspritze des Bundes wichtige Zukunftsprojekte vorantreiben. Rund 5,1 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ fließen in den kommenden Jahren in die Kommune. Über die Verwendung der Mittel entschied die Gemeindevertretung einstimmig.​

Von der Förderung profitieren zahlreiche Bereiche des öffentlichen Lebens. Besonders im Fokus steht der geplante Ausbau des Bürgerhauses am Dorfplatz 2 in der Alten Feuerwache. Für den ersten Bauabschnitt sind 700.000 Euro vorgesehen. Geplant ist ein Neubau mit einem rund 220 Quadratmeter großen Mehrzweckraum, der entlang der Grundstücksgrenze zum Dorfplatz entstehen soll. Die weiteren Bauabschnitte, darunter die Sanierung der ehemaligen Fahrzeughalle, ein Anbau an die frühere Jugendfeuerwehr sowie die Neugestaltung des Innenhofs, sollen erst umgesetzt werden, wenn sich die Haushaltslage der Gemeinde verbessert hat.

Bürgermeister Bernd Albers begrüßt die Entscheidung: „Das Geld hilft uns dabei, fast ein Dutzend Zukunftsinvestitionen zu stemmen. Besonders wichtig finde ich, dass Stahnsdorf mit bald 14.000 Einwohnern neben Wohnen und Arbeiten einen Veranstaltungsort in einer angemessenen Größenordnung bekommt.“

Auch der Sport profitiert erheblich von den Bundesmitteln. Für den Bau beziehungsweise die Modernisierung von Kunstrasenplätzen beim RSV Eintracht 1949 und bei der SG Schenkenhorst 1912 stellt die Gemeinde insgesamt 560.000 Euro bereit. In Schenkenhorst ist zudem eine Flutlichtanlage vorgesehen. Weitere 550.000 Euro fließen in eine neue Zuschauertribüne am Sportplatz in der Heinrich-Zille-Straße.

Ein wichtiger Teil der Förderung kommt der öffentlichen Sicherheit zugute. Für die Erweiterung und Modernisierung der Feuerwache in Güterfelde stehen 500.000 Euro zur Verfügung.

Den größten Einzelposten bildet der Straßenbau. Für die Erschließung und den Ausbau von Straßen nach Prioritätenliste und Wirtschaftlichkeit sind 1,5 Millionen Euro eingeplant. Darüber hinaus sollen 200.000 Euro in einen beleuchteten Radweg zwischen Stahnsdorf und Güterfelde investiert werden.

Auch Klimaschutz und Stadtentwicklung spielen bei der Mittelverwendung eine wichtige Rolle. Für Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden sind Zuschüsse in Höhe von 100.000 Euro vorgesehen. Die Sanierung des Friedrich-Weißler-Platzes wird mit 350.000 Euro unterstützt. Weitere 600.000 Euro sollen in die Begrünung und Bepflanzung der Potsdamer Allee fließen.

Mit der einstimmigen Entscheidung der Gemeindevertretung ist nun festgelegt, wie die zusätzlichen Bundesmittel eingesetzt werden. Die Gemeinde setzt damit auf eine Mischung aus Infrastruktur, Sportförderung, Klimaschutz und gesellschaftlichem Leben – und schafft zugleich die Grundlage für mehrere Projekte, die Stahnsdorf langfristig prägen sollen.

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