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Montag, 13. April 2026

Newcastle-Krankheit in LDS: Großer Schaden, neue Fälle und neue Zonen

Ein Huhn in Nahaufnahme
Symbolfoto: Pixabay

Der Geflügelbetrieb in Bestensee ist vollständig von der Newcastle-Krankheit betroffen.​ Nun ist das Virus auch in Zernsdorf nachgewiesen worden, weshalb seit 31. März 2026 neue Schutz- und Überwachungszonen gelten.

Nachdem Ausbrüche der hochansteckenden Geflügelkrankheit in Bestensee, Zeesen und Mittenwalde seit Anfang März gemeldet wurden, ist das Newcastle-Disease-Virus (NDV) nun auch in einem Betrieb in Zernsdorf nachgewiesen worden. Betroffen sind dort rund 124.000 Tiere, wie der Landkreis Dahme-Spreewald am 31. März mitteilte. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat die tierschutzgerechte Tötung im betroffenen Ausbruchsbestand angeordnet. Damit steigt die zahl insgesamt in LDS wegen der Krankheit getöteten Tiere auf fast 1,5 Millionen.

Neue Schutzzone und Überwachungszone in Dahme-Spreewald

Das neue Ausbruchsgeschehen wird auch in die laufenden epidemiologischen Ermittlungen einbezogen. „Wir mussten eine neue Schutz- und Überwachungszone festlegen. Es gilt daher ab sofort eine weiter Tierseuchenallgemeinverfügung. Die neuen Restriktionszonen überlappen sich teilweise mit den bereits bekannten“, so Stefan Wichary, Beigeordneter und Dezernent für Veterinärwesen und Verbraucherschutz. Die Schutzzone umfasst damit die Stadt Königs Wusterhausen und die Ortsteile Kablow, Niederlehme, Senzig, Zeesen und Zernsdorf sowie die Stadt Wildau. Als Überwachungszone gelten die Gemeinde Bestensee und der Ortsteil Pätz, die Stadt Mittenwalde und die Ortsteile Brusendorf, Gallun, Motzen, Ragow, Schenkendorf, die Stadt Königs Wusterhausen und die Ortsteile Deutsch Wusterhausen, Kablow, Niederlehme, Senzig, Wernsdorf, Zeesen und Zernsdorf, die Gemeinde Heidesee mit den Ortsteilen Bindow, Blossin, Dannenreich, Dolgenbrodt, Friedersdorf, Gräbendorf und Gussow, die Stadt Wildau, die Gemeinde Schönefeld und die Ortsteile Kiekebusch, Rotberg und Waltersdorf, die Gemeinde Eichwalde, die Gemeinde Schulzendorf, die Gemeinde Zeuthen mit Ortsteil Miersdorf. Im Landkreis Oder-Spree ist Spreenhagen betroffen und außerdem Berlin-Schmöckwitz.

Der Geflügelbetrieb in Bestensee ist derweil nach aktuellem Stand inzwischen vollständig von der Newcastle-Krankheit betroffen. „Die Ereignisse der vergangenen Wochen erschüttern uns alle tief. Nun jetzt auch den letzten Stall des Geflügelbetriebes in Bestensee aufgeben zu müssen und die Tötung der Tiere anzuordnen, ist ein schwerer und schmerzlicher Schritt für uns alle“, teilt Stefan Wichary mit. ​Der vollständige Befall des Geflügelbestandes durch die Newcastle-Krankheit stelle den Betrieb vor immense wirtschaftliche Herausforderungen. Seit mehr als drei Wochen arbeiteten alle Beteiligten, ob Dienstleistungsunternehmen, Mitarbeiter des Betriebs sowie der Veterinärbehörde mit aller Kraft daran, diese herausfordernde Situation zu bewältigen und alle notwendigen Maßnahmen konsequent umzusetzen. „Trotz der großen Belastung setzen wir weiterhin alles daran, die Ausbreitung einzudämmen und unserer Verantwortung gegenüber Tierwohl und Umgebung gerecht zu werden.“

Die konsequente Durchführung der Kontrollen sei jetzt essenziell für die Eindämmung der Lage, so Wichary. Hier sei man auch auf die Mitwirkung und Unterstützung der Bürger angewiesen. Die Aufhebung der Restriktionsgebiete und Maßnahmen, wie beispielsweise die Aufstallungspflicht, können erst nach einer vollständigen Überprüfung aller Geflügelbestände in der Schutzzone aufgehoben werden. Strikte Biosicherheitsmaßnahmen sind entscheidend, um die weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Aus diesem Grund bleibt die Straße „Unter den Eichen“ in Bestensee weiterhin gesperrt. Alle Radfahrer, Fußgänger, Reiter und Hundebesitzer sind dringend gebeten, die Regeln einzuhalten und den Weg nicht zu benutzen.

Weitere Informationen zum aktuellen Geschehen sowie eine aktualisierte Karte gibt es hier.

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