Haushalt 2026 für Ludwigsfelde beschlossen
Die Gewerbesteuerausfälle in Ludwigsfelde können nicht komplett aufgefangen werden. Die Rücklage wird auch im kommenden Jahre weiter sinken.
Ludwigsfeldes Stadtverordneten haben Anfang Mai den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Eigentlich sollte das schon vor Ostern geschehen. Gewerbesteuerausfälle von rund 13,5 Millionen Euro machten aber einen neuen Haushaltsentwurf nötig. Selbst mit den eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen gelingt es aber nicht, diese Ausfälle komplett zu kompensieren. Daher müssen 5,6 Millionen Euro mehr aus der Rücklage entnommen werden als der ursprüngliche Haushalt vorgesehen hatte.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, weist der Ergebnishaushalt einen deutlichen Ressourcenverbrauch in diesem und im kommenden Jahr aus. 2026 sind das rund 23,5 Millionen, 2027 immerhin noch rund acht Millionen Euro. Danach werde aber wieder mit moderaten Überschüssen gerechnet: 2028 mit rund 4,5 Millionen und 2029 etwa 4,8 Millionen Euro.
Das ist eine finanzielle Herausforderung, denn 2026 und 2027 reicht das Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit „nicht aus, um Tilgungsleistungen für Kredite darzustellen“, so die Verwaltung. Die Fehlbeträge aus den beiden Jahren können allerdings durch die Rücklagen der Stadt aufgefangen werden. Der Finanzhaushalt weist einen erheblichen Liquiditätsabfluss aus. Bis Ende 2027 sinkt demnach der Bankbestand auf zirka 4,8 Millionen Euro.
„Ab dem Jahr 2028 steigt der Bestand an frei verfügbaren Finanzmitteln planerisch wieder an und sollte zum Ende des Finanzplanungszeitraumes wieder zirka 20,8 Millionen Euro erreichen“, so Stadtsprecher Kevin Senft.
Mit dem beschlossenen Haushalt erhält die Verwaltung die notwendige Handlungssicherheit für das laufende Jahr. Dabei sind die Schulneubauvorhaben nach wie vor eine der zentralen Maßnahmen. „Die erforderlichen Kredite für dieses Projekt konnten Ende letzten und Anfang dieses Jahres vollständig aufgenommen werden“ so die Verwaltung. So konnte die Stadt vom kommunalen Investitionsprogramm des Landes Brandenburg partizipieren. Dadurch spare Ludwigsfelde für die zwei Kredite mit einem Volumen von insgesamt 20 Millionen Euro im Vergleich zum freien Kapitalmarkt in den nächsten sechs Jahren rund zwei Millionen Euro an Zinsaufwendungen. Neben den Investitionen sind sogenannte Transferaufwendungen mit rund 33,8 Millionen Euro der größte Posten im neu beschlossenen Haushalt. Allein schon die Kreisumlage, die an den Landkreis Teltow-Fläming gezahlt werden muss, beläuft sich auf rund 25,5 Millionen Euro.





