Kloster Zinna: Vom Wohnhaus zum Museum
Anfang der 1950er Jahre hatten engagierte Mitglieder des Ortskulturaktivs die Idee, das Abtshaus – das damals noch als Wohnhaus genutzt wurde, wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Man begann nach dem Auszug der Bewohner damit, das Haus schrittweise zu entkernen, auf der Suche nach Spuren des Mittelalters.
Viele interessierte Gäste warteten gespannt, was daraus wird. Am 10. Mai 1956 stand dann als erste offizielle Besuchergruppe die „Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg“ aus damals Westberlin vor der Tür und wurde durch das Denkmal geführt. Seitdem hat sich vieles verändert.
Seit 1959 konnten die berühmten gotischen Fresken besichtigt werden, dann wurde schrittweise das Heimatmuseum eingerichtet. Dieses widmete sich verstärkt der Ortsgeschichte ab 1764. 1988 konnte eine Neueinrichtung abgeschlossen werden, 1998 erfolgte die Trennung in Klostermuseum und Webermuseum. Seit 2019 wird auch der öffentliche Bereich der „Klosterdestillerie“ von den Museumsmitarbeiterinnen betreut. Im vorigen Jahr konnte die einige Jahre dauernde Sanierung des Hauses abgeschlossen werden. Nun steht die neue Ausstellung als große Aufgabe.
Am Jubiläumswochenende, dem 16. und 17. Mai, erwartet die Besucher folgendes Programm: Am Samstag, 16. Mai, um 17 Uhr hält Landeshistoriker Dr. Lutz Partenheimer einen Vortrag zu „Erzbischof Wichmann, Markgraf Albrecht der Bär und Kloster Zinna“. Um 16 und 18 Uhr gibt es für Vortragsbesucher eine Führung durch das sanierte Abtshaus.
Am Sonntag, 17. Mai, dem Internationalen Museumstag, finden von 10.30 bis 15.30 Uhr stündlich Führungen durch das sanierte Abtshaus statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.jueterbog.de oder www.kloster-zinna.com.





