Mehr
Dienstag, 18. August 2026

Königs Wusterhausen zeigt Flagge für atomare Abrüstung

Dahme-Spreewald, Königs Wusterhausen
Flaggentag Majors for Peace
Bürgermeisterin Michaela Wiezorek (links) und die Stadtverordnete Birgit Uhlworm hissten am 8. Juli die Flagge vor dem KWer Rathaus. Foto: Stadt Königs Wusterhausen

Zum Flaggentag am 8. Juli wurde vor dem Rathaus die „Majors for Peace“-Flagge gehisst.​

Um einer neuen Dynamik des nuklearen Wettrüstens entgegenzutreten, setzen die „Mayors for Peace“-Mitgliedsstädte mit dem Hissen der „Mayors for Peace“-Flagge vor den Rathäusern am 8. Juli ein deutliches Zeichen. Auch in Königs Wusterhausen wurde deshalb am Mittwoch die Flagge gehisst. Die Stadt ist seit 2017 Mitglied in diesem internationalen Netzwerk.​

Bürgermeisterin Michaela Wiezorek sagte: „Ich bin in der DDR aufgewachsen. Die Angst vor einem Einsatz der Bombe war in meiner Schulzeit real. Das prägt bis heute, wie ich auf dieses Thema schaue. Ich hisse diese Flagge nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Überzeugung. Abrüstung ist keine Nostalgie aus dem Kalten Krieg, sie ist eine Notwendigkeit von heute. 12.187 Sprengköpfe gibt es aktuell weltweit noch. Das sind 12.187 zu viel.“

Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag stellte vor genau 30 Jahren, am 8. Juli 1996, in einem Rechtsgutachten fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem bekräftigte der IGH die völkerrechtliche Pflicht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“​

Doch gegenwärtig spielen Atomwaffen wieder eine stärkere Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik. Das nukleare Abrüstungsregime scheint geschwächt. Nach Schätzungen der Experten des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI verfügen die neun Atommächte noch immer über 12.187 Atomsprengköpfe. Die Friedensforscher warnen zudem vor einem neuen Wettrüsten der Atommächte.

Wer sind die Mayors for Peace?

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor
allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. 8.579 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an, darunter 931 Städte in Deutschland. Rund 600 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag, der auch das Vermächtnis der Hibakusha – der Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – würdigt.

Neptun

Neptunfest mit Taufe am 21. August im Waldbad Templin

Neptun ahoi! Am Freitag, 21. August, wird es im Waldbad Templin wieder märchenhaft und spritzig: Der römische Meeresgott Neptun übernimmt...
KVHS

Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark startet ins Herbst- und Winterprogramm

Wissen, Austausch und persönliche Begegnung stehen im Mittelpunkt des neuen Herbst- und Wintersemesters der Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark (kvhs PM). Mit einem...
Campus-In-der-Aue

Sommerfest & Tag der offenen Tür der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Potsdam

Einblick in den Klinikalltag, Live-Musik, Kabarett und ein buntes Programm für Kinder: Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie lädt am...
dpaMarlinWunderlich

Kupferkabel aus Baustelle in Beelitz gestohlen – 5.000 Euro Schaden

Unbekannte haben am vergangenen Wochenende auf einer Baustelle in Beelitz Kupferkabel im Wert von rund 5.000 Euro gestohlen. Die Polizei...
Wortbeiträge

Poesie, Comedy und gemeinsames Singen auf der Inselbühne Potsdam

Auf der Inselbühne Potsdam steht in dieser Woche ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan. Von gemeinsamem Singen über eine lyrisch-musikalische...
Schadstoffmobil

Standorte und Termine des Schadstoffmobils der Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP) im August

Das Schadstoffmobil der Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP) ist auch im August in Potsdam unterwegs. Der Bereich öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger der Landeshauptstadt...
Offcanvas

Teilen Sie uns das doch einfach mit und lassen Sie uns gemeinsam überlegen, wie wir Ihr Jubiläum werbewirksam in unseren Zeitungen begleiten können.