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Mittwoch, 14. Oktober 2026

Kompromiss erzielt: Rechenzentrum Potsdam soll bis 2033 weiter genutzt werden

Potsdam
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Das frühere Rechenzentrum soll bis 2033 erhalten bleiben. Foto: Juliane Keiner

Für das Potsdamer Rechenzentrum zeichnet sich eine langfristige Perspektive ab: Die Stiftung Garnisonkirche, die Stiftung Sozialpädagogisches Institut Berlin (SPI) als Betreiberin des Rechenzentrums, die Landeshauptstadt Potsdam und der Sanierungsträger Potsdam haben sich auf einen Kompromiss zur weiteren Nutzung des Gebäudes verständigt. Demnach soll das Rechenzentrum als Kunst- und Kreativhaus bis zum 31. Juli 2033 erhalten bleiben.

Die Vereinbarung ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen der vergangenen Wochen und soll nun den Stadtverordneten sowie den zuständigen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden. Mit der geplanten siebenjährigen Verlängerung würde das Rechenzentrum die bislang längste verlässliche Nutzungsperspektive seit seinem Bestehen erhalten.

Oberbürgermeisterin Noosha Aubel begrüßt die Einigung. Der Kompromiss schaffe die Grundlage für den mittelfristigen Erhalt der kreativen, künstlerischen und soziokulturellen Szene im Rechenzentrum. Gleichzeitig seien allen Beteiligten spürbare Zugeständnisse abverlangt worden.

Voraussetzung für die weitere Nutzung ist eine Änderung des Bebauungsplans „Neuer Markt/Plantage“. Diese soll den befristeten Erhalt des Gebäudes bis 2033 ermöglichen und damit die Grundlage für eine notwendige Baugenehmigung schaffen. Bis zu deren Erteilung soll die Nutzung über eine behördliche Duldung nahtlos fortgeführt werden.

Zu den zentralen Punkten der Vereinbarung gehören die Zustimmung der Stiftung Garnisonkirche zur Verlängerung des Konzessionsvertrags mit der Stiftung SPI, die gemeinsame Unterstützung der Bebauungsplanänderung sowie die Verpflichtung der Betreiberin, die erforderlichen Bauantragsunterlagen vorzubereiten und bestimmte Kosten zu übernehmen.

Alle Beteiligten betonen die Bedeutung des Rechenzentrums für die Potsdamer Kulturlandschaft. Das Haus habe sich als wichtiger Ort für Kunst, Kreativität und soziales Engagement etabliert und leiste einen wesentlichen Beitrag zur Belebung der Innenstadt.

Trotz der Einigung bleiben die langfristigen Sanierungsziele für das Areal bestehen. Der bisher vorgesehene Rückbau des Rechenzentrums und die Entwicklung eines Stadtplatzes werden lediglich aufgeschoben. Damit bleibt auch die Förderfähigkeit der städtebaulichen Maßnahmen in der Potsdamer Mitte erhalten.

Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Stadtverordneten. Sollte die Stadtverordnetenversammlung dem Vorschlag nicht zustimmen, endet die aktuelle Duldung des Rechenzentrums am 31. Juli 2026. Eine weitere Nutzung des Gebäudes wäre dann ab August rechtlich nicht mehr möglich.

BenjaminWerder

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