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Samstag, 18. April 2026

Kunst im Rathaus: Aquarelle von Konrad Schwabe in Rangsdorf ausgestellt

Der Rangsdorfer Chemiker Konrad Schwabe sitzt zu Hause vor seinem Schreibtisch und hält ein Buch in den Händen. An den Wänden hängen viele Bilder in unterschiedlichen Formaten.
Konrad Schwabe ist auch Autor einer Biografie. Als Maler wendet er sich oft dem Rangsdorfer See als Motiv zu. Seine Bilder sind derzeit im Rangsdorfer Rathaus ausgestellt. Foto: Andrea von Fournier

Rangsdorf würdigt das Werk seines Einwohners und Aquarellmalers Konrad Schwabe.​ Im Rathaus sind seine Bilder noch bis zum Sommer 2026 zu sehen.

Ausstellungen unterschiedlicher Genres auf den Fluren und in den Wartebereichen des Rathauses sind in der Rangsdorfer Gemeindeverwaltung seit Jahren gute Tradition – und unkomplizierte, gern angenommene Möglichkeit für Einwohner, Besucher und Touristen, regionale Kunst und Kultur selbständig zu entdecken. 

Ausdrucksstarke, laute und leise Aquarelle sind zurzeit in der ersten und zweiten Etage des Hauses zu sehen. Der Rangsdorfer Konrad Schwabe hat sie geschaffen. Die Idee für seine Schau stammt von Kunstwissenschaftlerin Gerlinde Förster, die ebenfalls in Rangsdorf ansässig ist. Sie wirkte als Kuratorin und legte selbst Hand bei der Hängung der ausgewählten Motive an. Seit seiner Jugend gilt die größte Leidenschaft des habilitierten Chemikers Konrad Schwabe der realistischen Aquarellmalerei. Sein erstes Vorbild traf er in seiner Geburtsstadt Zehdenick: Der Berliner Hofkunsttischler und Innenarchitekt Wilhelm Kimbel wählte die Stadt 1933 als seinen Lebensmittelpunkt und finanzierte seinen Unterhalt durch Malerei. Schwabe lernte ihn persönlich kennen und schätzen. Doch längst hat er seine eigene künstlerische Handschrift, seinen Pinselstrich, entwickelt. Naturbeobachtungen, Blumenfülle, oft überwältigende Landschaften und immer wieder Wasser sind seine Hauptmotive. Eine innige Verbundenheit des Malers mit dem Dargestellten, die geschärfte Wahrnehmung kleinster Details und das Handwerkszeug, Gesehenes und Emotionen mit sicherem Pinselstrich auf das Papier zu bringen, zeichnen die Bilder des 90-Jährigen aus.

Es dauert nicht lange, bis der Betrachter ahnt, dass die Aquarelle Schwabes jeweilige Gemütsverfassung wiedergeben: Mal dominieren kräftige Farben und ein fester Strich fast fotografisch wirkende Motive, mal fließt die Aquarellfarbe leicht und hell in endlose Landschaften und regt zum Hineinträumen an. In der aktuellen Schau nimmt der Maler die Betrachter mit auf die Reise zum Prerowstrom, zur Steilküste Hiddensees, den Strand von Ueckermünde, zeigt eine Landschaft in Schottland, Franzensbad, stattet dem Tienschan-Gebirge und den Küsten verschiedener Kanareninseln einen Besuch ab. Konrad Schwabe liebt das Wasser von jeher. Es ist auf vielen seiner Werke zu sehen. Bei nicht wenigen Ausstellungsbesuchern beliebt sind Aquarelle vom Rangsdorfer See, aus verschiedensten Blickwinkeln gemalt. Schon in so manchem Wohnzimmer im Ort erfreuen sie deren neue Besitzer. 

Die meisten Motive der aktuellen Schau kann man käuflich erwerben, auch fertig gerahmt. Informationen dazu bieten Listen im Tourismusbüro, wo man sich auch vormerken lassen kann. Ebenfalls dort gibt Konrad Schwabe mit seiner Broschüre „Auswahl meiner Aquarelle“ die Möglichkeit, seine Kunst im Kleinformat mit nach Hause zu nehmen. 

Für viele Leser könnte auch sein autobiografisches Werk „Mein Leben von Zehdenick bis Rangsdorf“ interessant sein. Ein Blick zurück in die Familiengeschichte der Schwabes zeigt neben den Vorvätern seit dem 19. Jahrhundert auch die spannende Entwicklung des Familienunternehmens und wird damit zum Zeitdokument. Der junge Konrad ließ sich in Greifswald zum Diplomchemiker ausbilden und arbeitete nach einer kurzen Zeit in der Forschung in Finowtal fast drei Jahrzehnte in der Krebsforschung in Berlin-Buch. Sein erfolgreiches Berufsleben beschloss er am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Am gesellschaftlichen Diskurs nimmt der Rangsdorfer bis heute teil, informiert und zugewandt. Dass seine Gemeinde ihm die Rathaus-Ausstellung ermöglicht, freut ihn über alle Maßen.

Die Ausstellung im Rathaus kann dienstags von 9 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr besucht werden sowie donnerstags von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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