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Sonntag, 13. September 2026

KWer Hafen als Tor zur Lausitz​

Dahme-Spreewald, Königs Wusterhausen
Ministerin Klement bei der LUTRA
Von links: Christian Lazarus-Möbus und Martina Klement im Gespräch mit LUTRA-Geschäftsführer Michael Fiedler. Foto: Stadt Königs Wusterhausen

Ministerin Martina Klement besuchte am 6. August die LUTRA GmbH.​

Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement informierte sich am 6. August im Hafen Königs Wusterhausen über die erfolgreiche Transformation des größten Binnenhafens des Landes Brandenburg. Im Fokus standen die intermodale Logistik, geplante Erweiterungen und die touristische Aufwertung des Nottekanals. LUTRA-Geschäftsführer Michael Fiedler betonte die strategische Bedeutung des Standorts für die Wirtschaft in Brandenburg und darüber hinaus.​

Im Rahmen ihrer Sommerreise hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Lazarus-Möbus die Ministerin nach Königs Wusterhausen eingeladen. LUTRA-Geschäftsführer Michael Fiedler erläuterte im Beisein von Dezernent Lars Thielecke und Amtsleiterin Ilka Voth kurz die Erfolgsgeschichte des Hafens Königs Wusterhausen. Ein Alleinstellungsmerkmal dieses größten Binnenhafens in Brandenburg ist der intermodale Verkehr. Container und andere Güter erreichen den Hafen auf der Straße, auf der Schiene oder auf dem Wasser. Sie werden in Königs Wusterhausen entsprechend ihrem Bestimmungsort umgeladen und auf den drei unterschiedlichen Verkehrsträgern weitertransportiert.

Ein Schwerpunkt ist dabei der Umschlag von Containern zwischen Lkw und Schiene. Der Logistiker Metrans Deutschland GmbH aus Hamburg betreibt seit 2019 ein Terminal am Standort in Königs Wusterhausen. 2023 entstand mit Fördermitteln aus dem Kohleausstieg innerhalb eines Jahres ein zusätzliches Gleis. Die LUTRA GmbH plant bereits die nächste Erweiterung, da die Kapazitätsgrenze erneut erreicht ist. Michael Fiedler erläuterte der Ministerin, dass in den kommenden Jahren die ehemaligen Kohlegleise auf der südlichen Seite des Hafens ebenfalls für den Containerumschlag hergerichtet werden sollen. „Das intermodale Tor zur Lausitz würde entstehen und Wirtschaftsstandorte in Baruth, Grünheide und dem Süden Brandenburgs mit dem Hafen in Hamburg und damit der ganzen Welt verbinden“, so Fiedler.

Der Hafen Königs Wusterhausen hat damit innerhalb von nicht einmal zehn Jahren eine sehr erfolgreiche Transformation durchlaufen. Noch in den 1990er-Jahren war Königs Wusterhausen der Umschlagplatz für Braunkohle aus der Lausitz für die Kraftwerke in Berlin. Ende 2017 war damit Schluss, als der Kraftwerksbetreiber auf Gas umrüstete. Heute sind auf dem rund 70 Hektar großen Industriegelände 34 Unternehmen angesiedelt, die rund 450 Mitarbeiter beschäftigen. Derzeit gibt es keine freien Flächen mehr. Die Hafenerweiterung ist ein weiteres Projekt, das der Geschäftsführer in den nächsten Jahren angehen will.

Noch ein drittes Thema besprach Michael Fiedler mit Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement: die touristische Nutzung des Nottekanals. In den vergangenen Jahren sind durch die anliegenden Kommunen viele Projekte – teilweise finanziert mit Fördermitteln – zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur entlang der Wasserstraße umgesetzt worden. Jedoch fehlt ein entscheidender Baustein für den Erfolg. Die Schleuse in Königs Wusterhausen muss saniert werden.

Sie fungiert als Tor in den Nottekanal. Die Schleuse sollte so ertüchtigt werden, dass neben dem muskelbetriebenen Wassersport auch leiser Wassertourismus in Form von Fahrzeugen mit Elektroantrieb auf dem Nottekanal möglich ist. „Es könnte ein brandenburgisches Pilotprojekt sein“, betonte Michael Fiedler und wünschte sich die Unterstützung des Wirtschaftsministeriums.

Martina Klement zeigte sich aufgeschlossen und sagte: „Es wird schon gelingen.“

Beim anschließenden Rundgang über das Hafengelände machte sich die
Ministerin ein Bild von der großen Vielfalt der angesiedelten Unternehmen. LUTRA-Geschäftsführer Michael Fiedler sprach über Potenziale, die sich aus der Lage des Hafens an der staugeregelten Dahme, dem direkten Anschluss zur Autobahn und der Gleisanbindung ergeben.

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