Ludwigsfelde schnallt den Gürtel enger
Am 5. Mai soll im Klubhaus der neue Haushalt der Stadt für 2026 beschlossen werden, der nach massiven Gewerbesteuerausfällen notwendig wurde.
Nachdem sich die Stadt Ludwigsfelde Ende Februar mit massiven Gewerbesteuerausfällen konfrontiert sah, soll in der kommenden Woche der überarbeitete Haushaltsentwurf von den Stadtverordneten verabschiedet werden. Der ursprüngliche Haushalt sah noch Gewerbesteuereinnahmen von 33,5 Millionen Euro vor. Stattdessen wird im neuen Entwurf nun mit 20 Millionen Euro gerechnet, wie Bürgermeister Andreas Igel sagt.
Ziel des neuen Haushalts ist es demnach, das ursprünglich eingeplante Defizit „nicht größer werden zu lassen“. Ansonsten könnten die liquiden Mittel der Stadt zum Ende nächsten Jahres aufgebraucht sein. „Das wäre nicht verantwortbar“, so Igel. Auf Kassenkredite, eine Art Dispokredit für Kommunen, wolle man ebenfalls nicht zurückgreifen, um im Ernstfall noch reagieren zu können. Der größte Kostenpunkt im Haushalt, immerhin 25,5 Millionen Euro, ist die Kreisumlage, die die Stadt an den Landkreis abführt, und die auch durch die Kommunen nicht verändert werden kann. Daher sind noch im Vorfeld der Beratungen in den Ausschüssen rathausintern Einsparpotenziale identifiziert worden. Dazu gehörten laut Bürgermeister Igel unter anderem die Personalkosten, die im Ansatz um eine Million Euro reduziert werden konnten, ohne Stellenstreichungen vorzunehmen. Stattdessen werde bei Einstellungen differenziert geschaut, wann sie vorgenommen werden können. Gespart werden könne auch bei den Sachkosten, indem geschaut werde, was bei Straßen- und Gebäudereparaturen oder der Grünpflege umgesetzt werden könne. „Wir haben das verfügbare Geld in den letzten Jahren nie ganz ausgegeben. Das werden wir jetzt stärker monitoren, aber der Spielraum wird dadurch auch kleiner.“ Nicht zuletzt müssten einzelne Investitionen geschoben werden, obwohl das auch Nachteile habe: „Man fährt das System einfach etwas mehr auf Verschleiß.“




