Mehr Sicherheit für Patienten und Personal im Klinikum Ernst von Bergman
Die Klinik Ernst von Bergmann (EvB) Bad Belzig konnte am Freitag, 6. März, auf die Fertigstellung der modernisierten und erweiterten Zentralen Notaufnahme (ZNA) anstoßen. Als einzige Notaufnahme im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist die ZNA ein unverzichtbarer Bestandteil der medizinischen Versorgungssicherheit und reagiert gezielt auf die wachsenden Bedarfe und Anforderungen an die ambulante ärztliche Notfallversorgung im ländlichen Raum. Darüber hinaus wird mit dem Ausbau der Notaufnahme die teilweise fehlende fachärztliche Versorgung im Vertragsarztbereich kompensiert.
„Mit der modernisierten zentralen Notaufnahme stärken wir die medizinische Versorgung im Landkreis nachhaltig. Gleichzeitig schaffen wir moderne Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte und Pflegekräfte am Standort Bad Belzig. Beides gehört untrennbar zusammen: Gute Strukturen und gut ausgestattete Arbeitsplätze sind die Grundlage dafür, dass Patientinnen und Patienten im Notfall schnell und zuverlässig versorgt werden“, so Landrat Marko Köhler und bedankte sich bei Geschäftsführer Oliver Stübing für das Engagement des EvB.
Bauzeit und Durchführung
Die umfangreichen Bauarbeiten fanden von September 2024 bis Dezember 2025 statt. Trotz kleiner Verzögerungen aufgrund von Lieferengpässen wesentlicher technischer Komponenten blieb die ZNA während der gesamten Bauphase ununterbrochen in Betrieb. Und nicht nur das: Anfang Februar mussten Platzwunden und Knochenbrüche quasi im Akkord behandelt werden. Das Glatteis forderte seinen Tribut. „Während einige Kliniken in den großen Städten den Notfall ausgelöst haben, wurde hier der nicht geringe Andrang sachlich und in Ruhe bewältigt“, berichtet Oliver Stübing weiter. Demnach wurden Patienten, die eigentlich in Berlin operiert werden sollten, nach Bad Belzig umgeleitet.
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro, davon entfallen etwa 170.000 Euro für neue Medizintechnik. Die Kosten blieben insgesamt weitgehend im geplanten Rahmen, lediglich die Offenhaltung der Notaufnahme führte zu einer leichten Steigerung, heißt es vor Ort.
Neues Raum- und Sicherheitskonzept
Neben der Modernisierung der Räumlichkeiten fand auch eine Erweiterung statt. Die Behandlungskapazität hat sich von sieben auf zehn Behandlungsplätze erhöht. Darüber hinaus bietet die modernisierte ZNA nun eine neue Aufnahmestation für Patienten, hochmoderne Behandlungs- und Untersuchungsräume, einen großzügigen Wartebereich, einen Empfangsbereich mit erhöhter Sicherheit für Mitarbeiter, einen modernen Büro- und Aufenthaltsbereich für das Personal, Fachpersonal und Betreuung. Neu ist auch der separate Eingang für fußläufige Patienten der Notaufnahme (Foto). Die Rettungswagenanfahrt erfolgt weiterhin durch die überdachte Schleuse.
Für die bestmögliche medizinische Versorgung stehen drei fest zugeordnete Fachärzte mit erforderlicher Zusatzqualifikation bereit, unterstützt von rotierenden Assistenzärzten der Klinik. Gemeinsam mit 26 Pflegekräften mit unterschiedlichen Qualifikationen versorgen sie knapp 10.000 Patienten pro Jahr in der Zentralen Notaufnahme. „Wir sind sehr stolz auf diesen Meilenstein in der kontinuierlichen Entwicklung unserer Klinik, die sich mit diesen Schritten zu einem hochmodernen Standort aufstellt, der eine bedarfsgerechte, qualifizierte medizinische Grund- und Regelversorgung sicherstellen kann. Im Rahmen der sich abzeichnenden Krankenhausstrukturreform wird die Klinik auch weiterhin bedarfsgerecht in hochmoderne Ausstattung und Medizintechnik investieren, um dem Versorgungsauftrag im Landkreis Potsdam-Mittelmark gerecht zu werden“, gibt Geschäftsführer Oliver Stübing einen Ausblick.
Ausbau der Diagnostik
Parallel zur Modernisierung der Notaufnahme investiert die Klinik auch in anderen Bereichen. 2023 wurde die Röntgenanlage komplett erneuert. Im vergangenen Jahr konnte die Klinik eine hochmoderne CT-Anlage in Betrieb nehmen und aktuell erfolgt der Einbau einer neuen MRT-Anlage mit erweitertem Diagnostikspektrum.





