Menschen, die Brücken bauen
Der Landkreis zeichnete Bärbel Bartl für ihren Einsatz für partnerschaftliche Zusammenarbeit und lebendige Städtefreundschaften aus.
Seit 2003 vergibt der Landkreis den Teltow-Fläming-Preis. Mit der Auszeichnung werden Menschen geehrt, die sich in besonderer Weise um die Region verdient gemacht haben. Gewürdigt werden kann unter anderem soziales, kulturelles oder sportliches Engagement, ehrenamtliche Arbeit in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sowie der Einsatz gegen Gewalt und für ein friedliches Miteinander aller Bevölkerungsgruppen. Auch besondere Leistungen, die zur Entwicklung und zum Ansehen des Landkreises beitragen, können ausgezeichnet werden – dazu zählen neben sportlichen und kulturellen auch wissenschaftliche und wirtschaftliche Leistungen.
Die Vergabemodalitäten sind in einer vom Kreistag beschlossenen Richtlinie geregelt. Alle Einwohner des Landkreises Teltow-Fläming können schriftlich Vorschläge zur Ehrung bei der Landrätin einreichen.
Unter dem Motto „Partnerschaft leben – gemeinsam die Zukunft gestalten“ stand im April der Jahresempfang des Landkreises. Der traditionelle Festakt war erneut Anlass, um besonders engagierte Menschen mit dem Teltow-Fläming-Preis zu ehren. Ausgezeichnet wurden Persönlichkeiten, die sich mit Initiative und Tatkraft für partnerschaftliche und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Vereinen oder gesellschaftlichen Gruppen einsetzen.
Seit drei Jahrzehnten engagiert
Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern gehörte Bärbel Bartl vom Städtepartnerschaftsverein Trebbin e. V. In der Laudatio von Andreas Schulz, Vorsitzender des Vorstands der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam, hieß es, Verbindungen entstünden nicht von selbst. Sie bräuchten Persönlichkeiten, die Brücken bauten, Begegnungen ermöglichten und mit Ausdauer dafür sorgten, dass aus ersten Kontakten lebendige Partnerschaften würden.
Was einst aus einer Verbindung zweier Kirchengemeinden entstand, entwickelte sich zu Beginn der 1990er-Jahre auf kommunaler Ebene weiter. In einer Zeit des Umbruchs und der Unsicherheit sei es nicht selbstverständlich gewesen, neue Wege zu gehen und Partnerschaften einzugehen. Doch es habe Menschen gegeben, die diesen Weg mit Überzeugung begleitet hätten. Bärbel Bartl gehöre dazu. Sie habe sich von Beginn an mit großem Einsatz engagiert, noch vor der deutschen Wiedervereinigung an der Gründung eines Vereins mitgewirkt und stehe diesem seit mehr als drei Jahrzehnten vor.
Weitere Preisträger 2026 waren Angelika Kampe aus der Gemeinde Rangsdorf sowie Krystyna Anton, Philip Puhlmann, Arwed Piesalla und Niklas Skarke aus der Gemeinde Großbeeren.






