Mercedes-Benz verkauft Autohäuser in Berlin und Brandenburg
Die Niederlassungen in der Hauptstadtregion gehen an die kanadische Alpha Auto Group. Allein in Ludwigsfelde und Schönefeld sind davon 120 Mitarbeiter betroffen.
Mercedes-Benz verkauft seine Autohäuser in der Hauptstadtregion an die kanadische Alpha Auto Group, wie das Unternehmen den Beschäftigten mitteilte. Betroffen sind rund 1.500 Menschen etwa in der Mercedes-Welt am Salzufer, in Spandau und Marienfelde (ohne das Werk) oder auch im Lack- und Karosseriezentrum Ludwigsfelde und im AirportCenter Schönefeld. In den beiden Niederlassungen in Brandenburg arbeiten laut Industriegewerkschaft (IG) Metall rund 120 Mitarbeiter.
Die IG Metall nimmt den neuen Eigentümer der Mercedes-Benz-Niederlassungen in Berlin und Brandenburg in die Pflicht, für gute Arbeit zu Tarifbedingungen zu sorgen. „Der Verkauf ändert nichts an der Verantwortung des Unternehmens. Auf keinen Fall dürfen sich die Arbeitsbedingungen bei Mercedes verschlechtern“, sagt Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter für Berlin-Brandenburg-Sachsen, zum Verkauf. Constantin Borchelt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin, forderte eine langfristige Strategie zur dauerhaften Sicherung der Arbeitsplätze ein. Bezirksleiter Otto zufolge stehe die IG Metall jederzeit zu Gesprächen mit dem neuen Eigentümer bereit. „Dabei muss es um ein nachhaltiges Geschäftsmodell gehen, das die Beschäftigung und gute Arbeitsbedingungen dauerhaft sichert“, so Otto. „In dieser Branche ist der Wettbewerb um Fachkräfte besonders hart. Wer Fachkräfte halten will, muss gute Arbeit mit Tarifstandards anbieten.“ Man brauche eine langfristige Strategie, mit der die Arbeitsplätze in den Niederlassungen dauerhaft erhalten blieben, sagt Borchelt. Ein Abbau von Arbeitnehmerrechten und Einschnitte in Tarifleistungen passe nicht zu einer Zukunftsstrategie.





