Michendorf setzt mit Vergissmeinnicht ein Zeichen für Menschen mit Demenz
Anlässlich des diesjährigen Vergissmeinnicht-Aktionstags wurden in Michendorf in kommunalen Kitas, Horten, Schulen, Senioreneinrichtungen sowie auf öffentlichen Flächen blaue Vergissmeinnicht gepflanzt. Damit setzt die Gemeinde ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Die blaue Blume steht weltweit symbolisch für Liebe, Treue, Erinnerung und Abschied.
Menschen mit Demenz sind ein fester Bestandteil der Gesellschaft und dürfen nicht in Vergessenheit geraten. In Michendorf sind derzeit 287 Einwohner – rund zwei Prozent der Bevölkerung – offiziell von Demenz betroffen (Stand: September 2025). Da die Erkrankung schleichend verläuft und oft erst nach Jahren erkannt wird, dürfte die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen. Bundesweit leben etwa 1,84 Millionen Menschen mit dieser Diagnose.
Erstmals beteiligten sich die Gemeinde Michendorf gemeinsam mit dem Netzwerk Pflege & Inklusion sowie zahlreichen sozialen Einrichtungen an diesem Aktionstag. Ziel ist es, das Bewusstsein für die unheilbare Erkrankung zu stärken und mehr Verständnis für Betroffene zu fördern.
Der Vergissmeinnicht-Tag mit der Pflanzaktion am 19. März wurde von der Landesinitiative Demenz Sachsen e.V. Alzheimer Gesellschaft ins Leben gerufen. Auch Michendorf setzte heute ein Zeichen – über die Landesgrenzen Sachsens hinaus. Zahlreiche Beteiligte, darunter Kitakinder, Schüler, Senioren, Bürgermeisterin Claudia Nowka sowie Martin Krause, Koordinator des Netzwerks Pflege & Inklusion, unterstützten die Aktion und pflanzten gemeinsam die Blumen.





