Mit Notte unterwegs durch Mittenwalde
Das Team vom Mittenwalder Stadtmuseum arbeitet an einem Projekt, mit dem Kindern und Familien die Historie der Stadt nähergebracht werden soll.
Die Ackerbürgerstadt Mittenwalde ist ein Ort mit einer reichen Geschichte, die bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht und sogar eine Grenzburg hatte. Dies und viele weitere spannende Fakten können Interessierte im Stadtmuseum am Salzmarkt erfahren. Um mehr und vor allem junge Menschen für die lokale Geschichte zu interessieren, erweckten Museumsleiterin Vera Schmidt und ihr Museumsteam den kleinen Notte zum Leben. Mit dem Otterjungen und seiner Familie können sich die Mittenwalder und Besucher aktiv auf eine Reise durch die Stadt begeben und dabei allerlei Interessantes erfahren.
Unterstützt wird das Projekt, welches auf Familien mit Kindern zugeschnitten ist, von der Lokalen Arbeitsgruppe Spreewaldverein e.V. der LEADER-Region Spreewald Plus. Das Mittenwalder Heimatmuseums hatte 2025 einen Antrag für Förderung gestellt, welcher im April dieses Jahres bewilligt wurde. Knapp 5.000 Euro der EU-Fördermittel fließen in das Projekt.
Wenn ein Museum zum Erlebnisraum wird
„Unser Vorhaben ‚Mit Maskottchen Notte unterwegs – Kinder gestalten Geschichte und Gegenwart‘ führt das Maskottchen – der Fischotter ‚Notte‘, der im Nottekanal sein Zuhause hat, mit zehn QR-Stationen – beginnend an der neuen Anlegestelle am Nottekanal – durch die Altstadt und führt dann in das Heimatmuseum, wo die kleinen und großen Besucher den Spuren des kleinen Otters folgen können“, erklärt Vera Schmidt das Projekt.
In den verschiedenen Ausstellungsräumen gibt es für die Kids neben zehn Stationen, an denen es was zu hören gibt, Dinge zum Anfassen, Riechen und Raten. Ein Rätselheft dient sowohl als Begleitmaterial im Museum als auch als Erinnerung für zu Hause. Kinder lösen kleine Aufgaben, die mit den Stationen verknüpft sind. Eine Mitmache-Ecke, das „Notte-Atelier“ lädt Kinder ein, zu malen, zu basteln oder ihre Lieblingsobjekte zu zeichnen.
Den Fischottern eine Stimme geben
Wichtig war dem Museums-Team, das Projekt nicht nur für Kinder zu gestalten, sondern auch mit und von Kindern gestalten zu lassen. Deshalb trafen sich am 16. Mai 2026 neun Kinder und Jugendliche aus Mittenwalde und Umgebung, um die ersten vier Stationen im unteren Geschoss des Museums kennenzulernen. Die Museumsmitarbeiterinnen lasen dazu die Texte vor, die so später an den verschiedenen Stationen zu hören sein werden. Jedenfalls so ungefähr – denn die Kinder und Jugendliche hatte noch so einige Verbesserungsvorschläge. Auf schwierige Wörter und zu lange Erklärtexte sollte man besser verzichten, um die jüngeren Besucher nicht zur überfordern, da waren sich alle Teilnehmer von sieben bis 15 Jahren einig. „Für uns ist das ja auch ein Pilotprojekt. Wir lernen auch mit den Kindern zusammen“, erklärt Tatiana Bohlmann vom Heimatverein.

Im Anschluss sollten die Kinder die Texte selbst vorlesen, denn der kleine Otterjunge Notte soll, ebenso wie seine Mutter Nella, Vater Taro, Oma Otti, Onkel Ferri und die Geschwister Fina und Muck, von den Kindern und Jugendlichen selbst gesprochen werden. Dazu werden wohl noch einige Stunden im „Tonstudio“ nötig sein.





